RE: DDR Heimelektronik

#16 von Neuzeit , 21.02.2018 23:11

..erst der Cromat 2060 hatte eine Entmagnetisierungsschaltung drin. Der 1060 noch nicht.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#17 von Feldwebel , 21.02.2018 23:12

Naja, Chromat war 2.Generation in der DDR, also wirklich kennen tue ich erst die 3.Generation und natürlich die 4.Generation von RFT.
Aber auch den Chromat gabs eben auch mit diesen und jeden Bildröhren, und da lagen Welten dazwischen. Eventuell sind Deine Ansprüche nicht hoch, oder Du hast eine sowjetische Ausnahmeröhre gehabt.

Zitat:

..und ja es war eine sowjetische "59LK3Z".......und darum hielt der Fernseher auch lange Zeit durch,
da unsere Werkstatt viele gute Ersatzteile hatte. z.B. auch den Trafo zum heraufsetzen der Heizspannung auf 9 V.


Ja, solche Operationen schonen den Geldbeutel, ebenso wie das Regenerieren von Bildröhren. Blos, tut das heute keiner mehr, weil keiner das Werkzeug dazu mehr hat. Zum anderen sind Bildröhren seit einiger Zeit erschwinglich.
Die Heraufsetzung der Spannung liess natürlich die Röhre noch schneller altern, wenn nicht vorher schon Konvergenzfehler drinne waren.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#18 von Luftikus , 21.02.2018 23:13

Ich habe Anfang 1990 richtig zugeschlagen, Color40 (mit Videotext) für ca. 7000 Mark und den VHS Videorecorder von Sanyo, auch für ca. 7000 Mark. Der Fernseher hat ca. 10 Jahre gehalten und der Recorder (war ein richtig gutes Teil, aber im Herbst 90 hat sich meine Gattin "Dirty Dancing" auf VHS zugelegt und dann kam ich an den Recorder kaum noch ran) wurde bei einem Wohnungseinbruch 1995 geklaut. Ein niegelnagelneuer PC und ein dazugehöriger Laserdrucker wurden verschmäht.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#19 von Wolfgang , 21.02.2018 23:14

Ich hatte damals auch überlegt, um mit dem Geld noch was zu machen. Es aber letztendlich sein gelassen. Fandest du die Entscheidung -mal von der Qualität abgesehen- rückblickend richtig ?

 
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RE: DDR Heimelektronik

#20 von Gambit , 21.02.2018 23:15

Schwierige Frage. Diese Entscheidung muss denke ich vor dem Hintergrund betrachtet werden, das Anfang 90 keiner so genau wusste was kommt. Aber ich denke es war richtig, noch dazu weil unser alter TV gerade dabei war sich zu verabschieden. Kurz vor der Währungsunion wurde der Color 40 ja noch richtig preisgünstig abgegeben. Kann mich an einen erinnern der das Teil in irgendeinen Zentrallager in Gosen für weitaus weniger als 7000 M erstanden hat. Und der VHS recorder war wirklich von der Qualität super, wenn auch etwas überteuert. Nur kam ich wie gesagt nicht ran, meine Frau hatte den immer in Beschlag (Fackeln im Sturm, pretty woman und wie gesagt Dirty Dancing). Na jedenfalls richtiger als mach anderer der sich von der ersten D Mark irgend ein Schrottauto hat andrehen lassen, hab da in der Verwandtschaft so einen Fall. Der hat noch Jahre danach, als das Ding schon längst auf dem Schrott war, einen Steuerbescheid vom Zoll bekommen. Weil er hat den PKW ja noch in die existierende DDR eingeführt.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#21 von Judas , 21.02.2018 23:16

Prinzipiell kann man sagen, dass die DDR-Heimelektronik eine solide gebaute und von langer Lebensdauer geprägte Technik war. Beispiel, mein erstes heimelektronisches Gerät STERN PARTY, ein Kofferradio, gebaut von Stern-Radio Berlin. Ein 5 Kreis(e) AM Superhet MW und KW, Ausgangsleistung 0,45 W. Gekauft oder besser gesagt bestellt, habe ich es mir 1968 aus dem Katalog Herbst/Winter vom Versandhaus Karl-Marx-Stadt Kostenpunkt, 245 Mark der Deutschen Demokr....... Das Geld dafür habe ich mir im Sommer, bei harter Ferienarbeiten in der LPG (Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft), verdient. Mein damals gehörten Lieblingssender waren Freiheitssender, Soldatensender und Radio Luxemburg auf dem 49m Band. Es lebt heute noch. Gönnt man ihm zwei Flachmänner zu je 4,5V, dann lassen sich auch heute noch Klänge auf MW und KW entlocken. Ein echtes "Staune-Ding" für meine 6 Enkelkinder. Mein DDR Farbfernsehgerät vom Typ Colormat 4510A aus dem Jahr 1987 hat mir bis 2005 treue Dienste, in meiner dienstlich bedingte Zweitwohnung, geleistet. Es gab damals keine mit Absicht eingebauten Schwachpunkte, welche heute in elektronischen Geräten aller Art zum planmäßigen Ausfall nach Ablauf der Garantiefrist führen,. so die allgemeine Meinung über den heutigen Qualitätszustand produzierter Heimelektronik.

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RE: DDR Heimelektronik

#22 von Robert , 21.02.2018 23:18

Mein erstes Westradio....dachte ich......für´s Begrüßungsgeld gekauft
und dann auf dem Messestand von RFT in Leipzig gesehen....

...läuft mittlerweile das 23. Jahr...also good Made in GDR.


Angefügte Bilder:
superwoofer.JPG  
 
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zuletzt bearbeitet 21.02.2018 | Top

RE: DDR Heimelektronik

#23 von Steubner , 21.02.2018 23:20

Sicher war das von RFT ähnlich, aber Dein Gerät ist definitiv kein RFT-Modell.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#24 von Robert , 21.02.2018 23:21

Da bin ich mir ziemlich sicher, dass es RFT ist...denn da ist keinerlei Unterschied gewesen. Kein Knopf anders positioniert und auch sonst....

 
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RE: DDR Heimelektronik

#25 von TomTom , 21.02.2018 23:22

Es gab kein Gerät mit Basslautsprecher in der Mitte. Wenn möglich, würde ich gerne noch das Kassettenlaufwerk geöffnet sehen.

Es gab bei eine mder letzten Geräte NACH der Wende zwar noch mal ein billiges Importlaufwerk, aber das betraf nur noch wenige Geräte. Die Geräte der 1980er Periode haben alle das MU-300 (Auftragsentwicklung von RFT an Toshiba, Kurzhubtasten, eingebaut z.B. SKR-700) oder das LW-600 (eingebaut meist in Geracord) oder im Falle von SK-3000 und HMK-100 und 200 das 2-motoren-Laufwerk LW-1200.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#26 von Minolpirol , 21.02.2018 23:23

Also, ich sage mal 100% definitiv: absolut kein RFT.
Die Anordnung allein der mechanisch vorgegeben Tasten der Kassettendecks gibt es so nicht bei RFT. Möglich wäre das allerdings bei dem mikroprozessor gesteuerten Laufwerken des Typs LW-1200 (Elektronik Gera, Stern Radio Sonneberg). Das gabs aber nie in einem tragbaren gerät und wäre zu anfällig gewesen dafür. Zudem wären dann Tasten, ähnlich wie bei einem Taschenrechner verbaut gewesen.

Derartige, eher billige Laufwerke, wie verbaut, gabs nur bei einem zur Wende verkauften Gerät aus dem Import von Unitra aus Polen, welches ein RFT-Logo trug.
Ausserdem befände sich dass Gerät sicher in meiner RFT-Sammlung :-)

Sicher hat das Gerät einen guten Gebrauchswert, trotzdem kein DDR-Produkt.

P.s. mir sind auch Prototypen von RFT bekannt, aus meiner Familie besitzt jemand einige Davon. Ich besitze auch einen Color 40 aus der handgefertigten Vorproduktion. Aber selbst in den absoluten Insiderkreisen, wo ich nachfragte, kennt keiner das Gerät. Was ja auch nicht schlimm ist. Du verwechselst das Gerät sich mit dem EAW-145 oder dem SKR-1000.

 
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RE: DDR Heimelektronik

#27 von Funker , 21.02.2018 23:49

Das ist ja interessant, was man hier so quasi nebenbei erfährt !
Kannst du mal noch was dazu sagen. Was bedeutet das: wurden Universalleiterplatten mit ICs handverdrahtet oder wie muss man sich das vorstellen ?

 
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RE: DDR Heimelektronik

#28 von Mungo , 21.02.2018 23:51

So ist das nun mal. Auch einer selbst kann sich irren.

Aber ich hab noch ein Tonbandgerät MIRA. Eingebautes Mikro.

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RE: DDR Heimelektronik

#29 von Lopaka , 07.10.2022 10:51

Stern Elite N de Luxe R150-40

Angefügte Bilder:
sternelite.jpg  
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RE: DDR Heimelektronik

#30 von Hans-Werner , 07.10.2022 11:21

Geracord GC 6030 RVS vom VEB Elektronik Gera

Angefügte Bilder:
gc6030rvs.jpg  
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