Zu empfehlen ist auch das Buch " Die Geschichte von Saßnitz als Marine-Stützpunkt". Mit etlichen Fotos.
Unter anderem dort festgehalten, die sowjetische Einheit war schon immer die 461. Abteilung mit Stammsitz/Stab in der kleinen Kaserne an der Hafenstrasse. Also keine 234. Abt. und auch keine Gasteinheit/ Gastboote.
Gehörte auch nicht zur 24. RS-Brigade, sondern war der Brigade im Frieden zur täglicher Diensterfüllung nur operativ unterstellt und stand in der rückw. Sicherstellung der Brigade.
Ab Auslösung "VG" wäre die 461. Abt. der Volksmarine (3. Flotte der VOF ) unterstellt.
Ein Zeitzeuge wird dort zitiert:
Unter anderem, dass die Villa entwohnt und zu einer Bäckerei umgebaut.
Die Offz wohnten mit Familien in 2 Blöcken in der Schult-Kruse-Str. Dort war auch eine sowjetische Schule.
Das Russenmagazin war in der alten Seelotsenstation und zeitw. in einem Werkstattgebäude in der Kaserne.
Nachmittags konnten dort auch DDR-Bürger einkaufen.
Da zwischen der Kaserne und dem Westhafen ( in dem die Schiffe lagen) der Fährhafen lag, mussten die sowjetischen Soldaten durch die Stadt. Offenbar war ihnen die Passage dieses Hafenbereiches nicht gestattet.
Über andere Nutzungen der Lotsenstation steht nichts im Buch. Leider.
Zu den Wohngebäuden schrieb der Zeitzeuge Krentzien:
... zwei frühere Zoll-Wohngebäude....
Ich vermute, gleich neben Lotsenstation und Hafenstrasse.
https://www.google.de/maps/place/Hermann...62!4d13.6482073
Zur Villa:
.... Dort in der Kaserne gab es 3 baugleiche Gebäude, die schon vor dem Krieg als Offiziersunterkünfte dienten. Dazu gehörte auch eine Villa, deren Eigentümerin bei uns wohnte, nachdem dsie damals innerhalb von 24 Stunden das Haus zu verlassen hatte. Sie bekam bis zu ihrem Tod monatlich eine Miete von ca 130 DDR Mark als Entschädigung. Die Villa wurde zu einer Bäckerei ausgebaut.
Außerdem gab es auf den Gelände noch eine Tiefgarage.


