RE: Prora/Binz

#16 von Linda , 12.03.2017 22:54

Zitat
Weiße Villen und eine pittoreske Seebrücke: Binz auf Rügen gehört zu den Perlen an der Ostsee. Dabei entstand das Seebad vor rund 200 Jahren durch ein Versehen. Den Flair der Belle Epoque feiert die Gemeinde mit einer Zeitreise für Besucher.




Am Strand kann man zur Saison keine Fuß vor den anderen setzen, weil die Menschheit anscheinend nicht in der Lage ist, sich zu Hause in die Sonne zu knallen, sondern dafür einen Strand benötigen.
Für mich war es viel zu überfüllt - und günstig (und damit meine ich nicht billig) ist es auch nicht wirklich. Noch nicht ganz Sylt, aber auch nicht günstig. Nochmal muß ich es nicht haben - aber die Insel selbst ist genial.


 
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RE: Prora/Binz

#17 von Nick , 12.03.2017 22:59

Ausserhalb der Hauptsaison ist Binz ein Traum für alle, die ein wenig romantischen Schnickschnack lieben.

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RE: Prora/Binz

#18 von Adler ( gelöscht ) , 23.03.2017 22:05

Bei vielen Hoteliers und Gastronomen der Insel Rügen herrscht Verärgerung über die vielen Sperrungen im Zuge der Straßenbauarbeiten und große Sorge über den reibungslosen Verlauf des Osterreiseverkehrs. Um nach einer Lösung zu suchen hatte der Regionalausschuss Vorpommern-Rügen der IHK zu einem Treffen ins Strandhotel Baabe geladen, wo sich der Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, Ralf Sendrowski den Fragen von Hoteliers, Einzelhändlern, Gastronomen und Bürgermeistern der Insel stellte.
Vor allem der Bau des Kreisverkehrs in Serams macht den Touristikern der Seebäder Probleme. Die L29, auf der Autofahrer sonst nach Binz abbiegen, bleibt gesperrt. Die Umleitung führt über den Kreisverkehr in Karow über Prora. Das Straßenbauamt hält an den Plänen fest, die Straße auch im Osterreiseverkehr gesperrt zu lassen. Ein Rückbau der Baustelle zu Ostern würde den Fertigstellungstermin noch vor den Sommerferien gefährden. Die Idee, einen Teil der alten Bäderstraße bei Süllitz zu reaktivieren, stieß beim Leiter des Straßenbauamtes auf Skepsis. Die Straße sei nicht verkehrssicher und die Kosten seien ungeklärt. Trotzdem wird Sendrowski einige Vorschläge mit in die nächste Sitzung der Sperrkommission nehmen, die für Umleitungen zuständig ist. Unter anderem soll überlegt werden, ob ein Vertreter der Hotellerie und ein Vertreter der IHK je einen Sitz in der Sperrkommission .

also Rügen Besucher, stellt euch zu Ostern auf mächtiges ruckel & zuckel auf Rügen ein. Ich hoffe die Urlaubssti8mmung leidet nicht darunter.


Angefügte Bilder:
Baustellen.jpg  
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RE: Prora/Binz

#19 von Signalgast , 19.11.2017 21:46

Prora bekommt Galileo Wissenswelt
Am Standort der Experimenta entsteht ein neues Museum. Die Eröffnung ist bereits im April des kommenden Jahres geplant.
An der Ecke L 293/L29 in Prora ragen bereits hohe Betonpfeiler in den Himmel, Bagger transportieren weiteres Material auf die Baustelle. An die alte „Experimenta“– Ausstellung, die hier vorher stand, erinnert nur noch ein Parkplatzschild. Hier, an einem der verkehrsgünstigsten Orte der Bäderküste gelegen, entsteht seit Oktober ein innovatives Museum, die „Galileo Wissenswelt“. In dem Bau, der durch eine markante Fassade in gelb, orange und rot gekennzeichnet sein wird, sollen vor allem Familien auf ihre Kosten kommen und eine lebendige Ausstellung mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt erleben.

„Der Eröffnungstermin ist für April gesetzt, hängt aber davon ab, wie hart oder mild der Winter wird“, informiert der Binzer Bürgermeister Karsten Schneider. Für die Gemeinde ist das Museum aus Sicht Schneiders ein doppelter touristischer Gewinn. „Das Museum soll das ganze Jahr geöffnet sein. Das hilft uns natürlich bei unserem Ziel, die Attraktivität in der Vor- und Nachsaison zu stärken“, so Schneider. „Zum anderen ist es gut, auch Ausflugsziele für Regentage bieten zu können. Sowohl für Einheimische als auch für Touristen.“

Der Investor, Clas Schröder, der hinter der „Wissenswelt“ steckt, ist ein mittlerweile erfahrener Museumsbetreiber. Auf seiner Heimatinsel Fehmarn hat er bereits vier Museen, drei davon werden ebenfalls unter dem Oberbegriff „Galileo Wissenswelt“ zusammengefasst, auch der Vorgängerbau „Experimenta“ an der Proraer Chaussee wurde durch Clas Schröder betrieben.


 
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RE: Prora/Binz

#20 von neutrino ( gelöscht ) , 27.12.2017 23:33

Tanzen am Binzer Strand
In der Zeit zwischen den Jahren setzt das Ostseebad Binz auf Musik. Im Rahmen des Programms „Winterzauber“ hat die Kurverwaltung wieder ein volles Programm zusammengestellt, das die Besucher von den Sofas locken soll. Am 26. und 27 Dezember gibt es ab 11 Uhr ein Feuerfest am Strand. Am Nachmittagum 16 Uhr wird jeweils eine Band zu sehen und zu hören sein. Am 26. ist dies Marcus Skrzepski, am 27. tritt die Band Zig-Zag auf.

Ab Donnerstag kann man ab 12 Uhr auf dem Binzer Kurplatz feiern. Am 28. Dezember zum Beispiel kann man sich die angesammelten Weihnachtspfunde auf dem Kurplatz ganz locker wieder abtanzen. Ab 19 Uhr heißt es dort nämlich „Binz tanzt“: Erfahrene Tanzlehrer geben Tipps, alle machen mit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Spaß an der Bewegung ist die Hauptsache. Freitag um 19 Uhr ist das Trio „Holiday-Party-Express“ zu erleben, Sonnabend übernehmen dann die Kollegen der Partyband „Music & Voice“ (19 Uhr).

Am Silvesterabend gegen 18 Uhr gibt es das traditionelle Silvesterfeuerwerk an dr Binzer Seebrücke. Anschließend kann bis in die frühen Morgenstunden geschwooft und gefeiert werden, etwa mit DJ Uwe Bier und Live Shows mit Dana Franzis.

neutrino

RE: Prora/Binz

#21 von Freitag ( gelöscht ) , 04.02.2018 14:18

Block 5
Der fünfte Block ist der letzte in öffentlicher Hand. Er gehört zu großen Teilen dem Landkreis Vorpommern-Rügen und soll im März zum Verkauf ausgeschrieben werden.
Aber der Verkauf sorgt für Streit.
Eine Studie zum Betrieb eines modernen Dokumentationszentrums zur NS- und DDR-Geschichte in dem einst von den Nationalsozialisten als „Kraft-durch-Freude-Seebad“ konzipierten Komplex erzeugt jetzt Stress im Kreistag.
Die seit Monaten laufenden Vorbereitungen des bislang größten geplanten Immobilien-Deals des Landkreises Vorpommern-Rügen sorgen erstmals für schlechte Laune im Kreistag. Grund ist eine Machbarkeitsstudie zum Betrieb eines modernen Dokumentationszentrums zur NS- und DDR-Geschichte, das in Block V der einst von den Nationalsozialisten als „Kraft-durch-Freude-Seebad“ konzipierten Anlage entstehen soll.

Die Untersuchung war in der vergangenen Woche von der Stralsunder SPD-Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dies sorgt jetzt in einem zur Begleitung des gesamten Verkaufsprozesses von Block V gegründeten Fachausschuss für Ärger. Die SPD-Politikerin und Ausschussvorsitzende Kristine Kasten richtete während der vergangenen Sitzung deutliche Kritik an ihre Parteikollegin: „Wir sind hier keine Alibi-Veranstaltung.“ Aus ihrer Sicht hätte es sich gehört, die Studie zunächst den Mitgliedern des Fachausschusses und erst anschließend der Öffentlichkeit vorzustellen. Während in der Zeitung bereits aus dem Papier zitiert werde, liege es den Ausschussmitgliedern bislang noch nicht einmal vor, ätzte Kasten in Richtung Steffen.

Nachdem sowohl Landrat Ralf Drescher (CDU) als auch sein Stellvertreter Manfred Gerth (SPD) den Stellenwert des Ausschusses daraufhin noch einmal unterstrichen hatten, warf der CDU-Kreistagsabgeordnete Thomas Reichenbach durchaus zynisch ein: „Ich geh’ gleich nach Hause.“ Gerth sagte den Ausschussmitgliedern nach der kurzen, aber aufgeladenen Debatte zu, dafür zu sorgen, dass auch sie die 37-seitige Machbarkeitsstudie, für die die Beratungsfirma Museo Consult 6500 Euro erhalten hat, erhalten werden.

Der fünfte Block ist der letzte in öffentlicher Hand. Er gehört zu großen Teilen dem Landkreis Vorpommern-Rügen und soll im März zum Verkauf ausgeschrieben werden. Der Investor muss aber mehrere Auflagen erfüllen - wie die mietfreie Unterbringung des Dokumentationszentrums auf einer Fläche von 2700 Quadratmetern in einem Teil des Gebäudes, das an eine Jugendherberge grenzt. Sie ist dort bereits seit 2011 beheimatet, nachdem dieser Abschnitt für 16,4 Millionen Euro saniert worden war.

In der Tat ist die Rolle des bereits im Herbst 2016 gegründeten Begleitgremiums zur Vorbereitung des Verkaufs eines Großteils des fünften Blockes in Prora auch intern etwas unklar. Hinter vorgehaltener Hand wird im Kreistag von einem „Durchwink-Verein“ gesprochen. Dem Ausschuss gehören keine ausgewiesenen, unabhängigen Immobilien- oder Tourismusexperten an, die die Pläne, die der Landkreis für Prora seit Monaten vorantreibt, fachlich bewerten könnten. Auch externe Experten sind bisher nicht eingeladen worden.

Sonja Steffen betonte, dass sie nicht von dem Ausschuss mit einer Machbarkeitsstudie zur Ansiedlung eines Dokumentationszentrums beauftragt worden sei, sondern die Initiative allein vom Dachverband „Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora“ ausgegangen sei. Der war im August vergangenen Jahres gegründet worden, um die Gedenkarbeit, die in Prora bislang von zwei Vereinen an unterschiedlichen Standorten geleistet wird, besser aufeinander abzustimmen, ehe beide Projektträger später unter einem Dach miteinander verschmelzen sollen.Zweiter Grund: „Bisher fehlte eine konkrete Machbarkeitsstudie dazu, wie die Gedenkstättenarbeit an diesem Ort später aussehen könnte und wie viel dieses Vorhaben kosten wird“, sagte Steffen. „Das wollten wir vorab erheben lassen. Und diese Zahlen liegen nun vor.“

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/...rgt-fuer-Streit


Freitag
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RE: Prora/Binz

#22 von Lotse , 18.03.2018 22:06

Grünes Licht für Verkauf von Prora-Block 5

Ein Teil des Blockes 5 in der NS-Hinterlassenschaft Prora auf der Insel Rügen soll verkauft werden. Der Kreistag Vorpommern-Rügen machte am Montag den Weg für eine Ausschreibung frei. Das betreffe den großen Teil des unsanierten Blockes - etwa 300 Meter des 450 Meter langen Gebäudes. Mit großer Mehrheit stimmte der Kreistag für die Vorlage der Verwaltung.

Parallel zum Verkauf wird demnach der bestehende Erbbaurechtsvertrag mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) verändert, das seit 2011 eine Jugendherberge im sanierten nördlichen Teil des Blockes betreibt. Für einen kleinen Abschnitt an der Liegehalle werde zudem nach einem Eigentümer oder Erbbaurechtsträger für 40 Jahre gesucht, der den historischen Vereinen diesen Bereich kaltmietfrei zur Verfügung stellt. Dazu gebe es Gespräche mit dem Land.

„Das ist ein riesiger Kompromiss, den wir beschlossen haben“, sagte Landrat Ralf Drescher (CDU) in Stralsund. Es seien die Interessen der Gemeinde, des Kreises, der Vereine, des Jugendherbergswerkes und des Investors berücksichtigt worden. Drescher bezeichnete die Lösung nach der Abstimmung als „Win-Win-Situation“ für alle Seiten.

Der Block 5 ist der letzte der einst von den Nazis als „Seebad der 20 000“ geplanten Areals, der noch in öffentlicher Hand ist. Der Bund hatte die Blöcke 1 bis 4 im vergangenen Jahrzehnt an Privatinvestoren verkauft. Dort sind bereits Hunderte Ferein- und Eigentumswohnungen entstanden. Auch in dem 300 Meter langen, zum Verkauf stehenden Abschnitt sollen Wohnungen entstehen. Diesen Bereich will der Kreis zum Höchstpreis veräußern. Die Ausschreibung soll zeitnah starten.

Mehrere potenzielle Investoren hatten zuvor schon Interesse bekundet. Als Bedingung an den Verkauf wird unter anderen die Verlegung des Campingplatzes des Deutschen Jugendherbergswerkes, die allein mit 1,5 Millionen Euro beziffert wird.

http://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/...-Block-in-Prora

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RE: Prora/Binz

#23 von Gina , 22.03.2018 23:47

Verkauf von Block V: Zeltplatz Prora wird verlegt

Im vergangenen Kreistag wurden die Weichen gestellt: Große Teile des letzten kommunalen Prora-Blocks V werden zum Verkauf ausgeschrieben. Doch wie schnell sich ein Käufer für die prominente Immobilie finden lässt, bleibt abzuwarten. Wie aus der Ausschreibung hervorgeht, erwarten den Investor neben dem unsanierten Block V und einem Grundstück von 90.000 Quadratmetern auch eine Menge finanzielle und bauliche Verpflichtungen. Weil die Jugendherberge, die sich in einem Teil von Block V befindet, ihren Zeltplatz in den nördlichen Teil des Grundstücks umverlegen muss, wird der künftige Investor kräftig zur Kasse gebeten. Insgesamt werde rund 1 Million Euro fällig, umgesetzt werden damit unter anderem 36 Zeltstellplätze, ein neues Sanitärgebäude und ein Multifunktionsspielfeld im östlichen Teil der Jugendherberge. Geregelt wird dies in einem Erbbaurrechts-Änderungsvertrag.

Zeltstellplätze werden im nördlichen Teil konzentriert
„Wir werden den Zeltplatz nicht komplett an einen anderen Ort verlegen, sondern im nördlichen Bereich des Grundstücks konzentrieren“, informiert Kai-Michael Stybel, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes der Jugendherbergen MV. „Wenn Zeltplatz und das in Block V geplante Dauerwohnen aufeinandertreffen, wären Nutzungskonflikte durch Lärm vorprogrammiert. Deshalb ist der nördliche, vom Wohnen abgewandte, Bereich besser geeignet. Dort entsteht auch das neue Sanitärgebäude.“ Der Bestand von rund 250 Zelt-Stellplätzen verändere sich nicht, rund 1000 Gäste finden auf dem Gelände Platz. Für die Zeltplätze muss allerdings auch eine Waldfläche gerodet werden. In der einer Kostenschätzung für den Erbbaurechtsänderungsvertrag ist von mehr als 8000 Quadratmetern fälliger Waldentnahme die Rede. Ausgleichsmaßnahmen sollen auf dem Grundstück erfolgen. „In der Änderung des Erbbaurechtsänderungsvertrages wurden auch noch einige weitere Nutzungsvorgaben für den Käufer gemacht“, erklärt Kai-Michael Stybel. „So sind zwei Kämme (die vorspringenden Gebäudeelemente des Anlage) zwischen Jugendherberge und Wohnen für eine Gedenkstätte und Gewerbe reserviert.“ Das könnten zum Beispiel Restaurants, Arztpraxen oder Dienstleister sein. „Die Weiterentwicklung des Umfeldes der Jugendherberge ist für uns und unsere Gäste sehr wichtig“, betont Stybel. Die Konsumenten seien heute kritischer und anspruchsvoller geworden, das Angebot an Restaurants, Freizeitaktivitäten müsse sich anpassen.

Änderung des Bebauungsplanes 18 nötig
Für die geplanten Nutzungen ist allerdings noch eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. „Bisher ist im Bebauungsplan noch eine Nutzung für Kultur- und Bildungseinrichtungen und die Jugendherberge und Zeltplatz vorgesehen“, so Karsten Schneider, Bürgermeister von Binz (Pro-Binz). „Wir haben in der Gemeinde aber großen Konsens darüber, dass der zu verkaufenden Bereich des Block V zum Dauerwohnen genutzt werden soll.“ Eine Nutzung als Ferienwohnung oder Hotel ist in dem Vertragswerk explizit ausgeschlossen. Mit der B-Plan-Änderung müsse man aber noch auf die Zusage des Investors warten. „Wenn es nachher gar keinen Interessenten gibt, macht auch eine B-Plan Änderung wenig Sinn“, so Schneider. Sobald ein Investor zugesagt hat, könne man einen Zeitraum von rund acht Monaten für die Änderung des B-Plans kalkulieren. „Wenn alles sehr schnell geht, könnte im kommenden Jahr der Baustart sein.“

Quelle: OZ

 
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RE: Prora/Binz

#24 von German , 10.08.2018 18:26

Das NDR-Nordmagazin meldete gestern, dass der Investor des Blocks 1 (wohl Berliner Immobilienfirma) pleite sei. Die Eigentümer haben wohl so um 90% bezahlt, haben Auflassungsvormerk, aber keinen Grundbucheintrag.

https://www.ardmediathek.de/tv/Nordmagaz...mentId=54912952


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RE: Prora/Binz

#25 von Mixer , 10.08.2018 18:33

Die „Wohnen in Prora Vermögensverwaltungs GmbH & Co.KG“ musste Insolvenz anmelden.

Die Betreiberfirma von Block 1, die „Wohnen in Prora Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG“, hat Insolvenz angemeldet. Und das kurz vor Fertigstellung der knapp 280 Eigentumswohnungen.
Für deren Erwerb hatte das Unternehmen mit Steuervergünstigungen für Baudenkmäler geworben. Bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten könnten die Käufer der Immobilien steuerlich geltend machen, hieß es damals.
Nun sind es ausgerechnet die behördlichen Auflagen zum Denkmalschutz, die die Zahlungsunfähigkeit begünstigt haben sollen. So sagte Iris Hegerich, Geschäftsführerin der „Wohnen in Prora Vermögensverwaltung“.
„Zum Beispiel mussten wir die Liegehäuser des denkmalgeschützten Ensembles abreißen. Die behördlichen Auflagen zum Wiederaufbau haben sehr lange gedauert. Nur so konnte sichergestellt werden, dass die Käufer ihren Anspruch auf Denkmal-Abschreibung nicht verlieren.“
Die Bauzeit habe sich viel länger hingezogen als geplant – damit seien auch Mehrkosten verbunden.
Das Amtsgericht Charlottenburg hat Rechtsanwalt Dr. Philipp Hackländer zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der erfahrene Insolvenzverwalter verwies darauf, dass zwar die meisten Appartements verkauft seien, es aber 1000 verschiedene Grundbuchauszüge gäbe. Die müssten nun erstmal sortiert werden, so der Rechtsanwalt. Investoren, die mit einer Vormerkung im Grundbuch eingetragen sind, müssten sich keine Sorgen machen, dass ihr Geld verloren sei, so der Insolvenzrechtler.

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RE: Prora/Binz

#26 von Berliner ( gelöscht ) , 10.08.2018 18:50

Die Investoren ( in Berlin unter IrisGerd Immobilien) erklären ihren Insolvenzantrag mit einer Entscheidung der finanzierenden Bank. „Unser Bankdarlehen wurde bedauerlicherweise nicht ein weiteres Mal verlängert“, so das Geschäftspaar Iris Hegerich und Gerd Grochowiak. „Trotz aller Bemühungen sind die Verhandlungen am 31. Juli 2018 endgültig gescheitert.“
Die Schwierigkeiten, die zum verlängerten Kreditbedarf geführt hätten, lägen zum einen in einer erheblichen Bauzeitverlängerung mit damit verbundenen Mehrkosten. „Zum anderen haben wir uns vom Generalunternehmer wegen unerfüllbarer Forderungen mitten in der Bauphase trennen müssen“, so Hegerich und Grochowiak.

Die Nachbarschaft ist über die Pleite nicht erfreut. „Wir bedauern die Entwicklung im Block 1, sehen sie aber nicht als grundsätzlichen Rückschlag für die Gesamtentwicklung von Prora“, sagt Ulrich Busch, Investor und Gründer des Hotels Prora Solitaire, das 2015 im Block 2 in Betrieb ging.

Als Berliner sage ich dem Leser, IRISGERD ist nicht ehrlich. Denn sie haben die Masse der ETW für insgesamt Millionenbetrag verkauft und in die eigene Tasche gesteckt statt die Bank vereinbarungsgemäß zu bedienen. Hier war nur der eigene individuelle Reichtum gewollt.
Kein Wunder wenn die Bank dann die Reißleine zieht und einer Verlängerung der Kreditlinie nicht zustimmt.

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RE: Prora/Binz

#27 von Lotse , 25.08.2018 13:58

Zuspruch und Morddrohungen - Restaurant will kinderfrei bleiben
Ein Gastwirt auf Rügen sperrt ab 17 Uhr Kinder aus seinem Restaurant aus – diese Maßnahme hat teils heftige Reaktionen hervorgerufen. Neben Zuspruch und Verständnis ernte er auch Kritik, sagt der Gastronom. Sogar Morddrohungen habe er erhalten.
as Restaurant "Oma's Küche" in Binz auf der Insel Rügen lässt seit zwei Wochen abends keine Kinder unter 14 Jahren mehr in sein Lokal. Ab 17 Uhr sind hier nur noch Erwachsene willkommen.

Mit dieser Maßnahme hat Wirt Rudolf Markl sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Die Resonanz auf seinen Vorstoß sei zu 98 Prozent positiv gewesen, sagt er – wenn man die sozialen Netzwerke ausklammere. Auf Facebook habe er wüste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen gelesen.

Abgesehen von den Beschimpfungen in den sozialen Medien habe er aber vor allem Zuspruch bekommen: Mehr als 1.000 Mails hätten ihn erreicht - darunter auch von Lehrern, Erziehern und anderen Gastronomen - die seine Maßnahme beinahe ausnahmslos begrüßten.

Trotz der teils heftigen Reakionen will der Rügener Gastronom die neue Regel beibehalten. Seit dem 13. August öffnet Markl sein Restaurant am Abend nur noch für Gäste über 14 Jahren. (jwo/dpa)

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RE: Prora/Binz

#28 von Linda , 25.08.2018 14:03

Das ist ja weil Eltern den Kindern kaum noch Erziehung und Benimm beibringen. Ich kann den Kneiper sehr gut verstehen.
Das FB dann ausrastet.... ist eben die Community der Prolls.

 
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RE: Prora/Binz

#29 von Gordon , 14.09.2018 23:02

Ostseebad huldigt Rügens „Landbaumeister“
Von Sonderschauen über Führungen zu Fuß oder per Bus, Fototouren, Vorträgen und Workshops bis zu „UFO offen“ – eine Fülle von ganz unterschiedlichen Angeboten rund um das Thema Müther-Bauten bietet die Kurverwaltung Binz in den kommenden Tagen an und widmet dem Binzer Hyparschalenspezialisten Ulrich Müther (1934-2007) eine ganze Themenwoche zum Jubiläum „700 Jahre Binz“. Sie trifft damit den Pfeil in die Mitte.
„Das Interesse der Besucher ist groß. Das konnte man auch schon bei der Wiedereröffnung des Müther-Rettungsturmes nach der Sanierung im April und an der großen Resonanz in den Medien sehen“, sagt Pressesprecher Holger Vonberg. Allein zum Programmpunkt „UFO offen“ hätten sich für den Mittwoch schon 60 Designstudenten von der Folkwang Universität der Künste aus Essen angemeldet. Interessierte können von Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr den ufoähnlichen Turm, der Außenstelle des Binzer Standesamtes ist, besichtigen. Sie erfahren Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte dieses futuristischen Bauwerks und über die mit Spendenmitteln der Wüstenrot Stiftung erfolgte Restauration. Dabei kann es zu Wartezeiten kommen, denn es darf nur eine begrenzte Personenanzahl in den Turm steigen.


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RE: Prora/Binz

#30 von Klabautermann , 20.09.2018 22:56

Land und Bund geben 6,8 Millionen Euro für Prora
Nach dem Bund hat auch das Land seine Unterstützung für den Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums in Prora auf der Insel Rügen zugesagt.

Prora sei ein Ort mit einer besonderen Geschichte, sagte Staatssekretär Dahlemann. Es sei wichtig, dass diese Geschichte an die nachkommenden Generationen weitergegeben werde.
Laut einer Machbarkeitsstudie soll die neue Ausstellung die NS- und DDR-Geschichte sowie die Aufarbeitung der Vergangenheit seit 1990 thematisieren. Das neue Dokumentationszentrum soll über alle sechs Stockwerke im Mittelteil des 450 Meter langen Blockes entstehen. Geplant ist zudem eine Dachterrasse, von der die Besucher die gigantischen Ausmaße der Anlage erfassen können.

Das wird ein großer Mist werden. Geschichte wird verbogen.

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