Mobilfunk in Ostdeutschland

#1 von Jens , 05.06.2016 15:27

Auch die Mobilfunkbetreiber haben eigene Fernmeldenetze. Die bestehen aus angemieteten Leitungen bei der Telekom oder anderen Betreibern wie Colt, Arcor.....
sowie aus einem eigenen Richtfunknetz. Richtfunk mit großer Kanalzahl im 7 GHz Bereich zur Vernetzung der Vermittlungsstellen bis runter zu PCM30 Strecken zu einzelnen Mobilfunkstationen.
Eine tolle Truppe Netzplaner saß in Berlin bei D2.
Roland Illgen war seinerzeit der Leiter Abt. Technik Region Nord-Ost.
Bernd Hoffman der Gruppenleiter Festnetzplanung.
Die Fachplaner:
Stefan Triebke
Friedrich Ebert
Jens Sell
W. Schellin
Klaus Richter
und noch 2, auf deren Namen ich jetzt nicht komme. Vom Gesicht her sehe ich sie vor mir.
Fast alle in der DDR bei Armee, Polizei oder Robotron gearbeitet.
zuständig für Berlin/Brandenburg, Teile Sachsen Anhalt sowie MeckPom.

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#2 von Engels , 31.07.2016 21:15

Warum Richtfunk ?

 
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#3 von Richtfunker , 03.03.2017 21:12

Erst einmal musste eine gewisse Unanhängigkeit gegenüber der Bundespost/Telekom hergestellt werden.
Die Vermaschung der großen MSC ( Vermittlungsstellen) wie Köln und Berlin erfolgte schon in digital in großen Übertragungsgrößen im Kabel der Bundespost/Telekom.
Aber dann das Backbone-Netz im MSC-Bereich ( Bsp. Berlin) zur Einbindung der einzelnen Mobilfunkstandorte war dann eingenes SDH Richtfunk.
Viele Mobilfunkstandorte waren/sind so abgelegen, dass Kabelversorgung in der Pampa unmöglich war. Also Richtfunk bis 34 MBit.
So eine Mobilfunkstation in den ersten Jahren brauchte mindestens 2 MBit Anbindung per Kabel oder Richtfunk.
Zu berücksichtigen war auch, dass Bundespost/Telekom in der Pampa keinen ausreichenden Netzausbaustand im Kabelnetz hatte und die 2 Mbit garnicht bereitstellen konnte.


 
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#4 von Friedrich , 03.03.2017 21:19

Die MSC ( Vermittlungsstelle) stand in der Atillastr. in Berlin. Plus großer Richtfunk-Stahlgitterturm daneben Das Richtfunkssytem lief mit einem parallelen Reservesystem als Ersatz für den Störungsausfall.
Der nächste Richtfunk-Stahlgitterturm steht in Neuenhagen. Dort erfolgte die Verteilung des Hauptrichtfunk Richtung Norden und Westen.
Berlin war zuständig für die Mobilfunkversorgung von Berlin, Teile Brandenburg und Teile Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern.

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#5 von Geist , 03.03.2017 21:21

Wir reden vom D2-Netz.

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#6 von Nintendo , 03.03.2017 21:27

Oft falsch benannt, der Stahlgitterturm am Umspannwerk Neuenhagen.
Dies ist ein Turm von eon.edis für deren Fernmeldenetz zur Überwachung und Netzschaltung ihres Stromnetzes.
Mit Beginn Aufbau des D2 Netzes mietete die damalige Mannesmann Mobilfunk GmbH große Teile dieses Turmes und installierte dort Richtfunkantennen des D2 Backbone-Netzes. An diesen Turm war die MSC ( zentrale Vermittlungsstelle für Berlin/Brandenburg und Meckpom sowie Teile Sachsen-Anhalt ) angeschalten und von dort dann die anderen Punkte des D2 Netzes angeschalten.
Der nächste Richtfunkpunkt gen Norden war (ist) Kruge.
Aber auch Regionalversorgung per Richtfunkn erfolgte von dort- wie Richtung Rehfelde, Storkow oder Letschin.
Rehfelde auf Gelände der Straßenmeisterei.
Storkow edis-Turm an Bundeswehr-Kaserne.
Letschin edis-Turm am Umspannwerk. Von Letschin aus wurden dann z. Bsp. die Mobilfunkstandorte im Oderbruch versorgt.


 
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#7 von Demander , 03.03.2017 21:34

Zitat von Nintendo im Beitrag #6
Oft falsch benannt, der Stahlgitterturm am Umspannwerk Neuenhagen.
Dies ist ein Turm von eon.edis für deren Fernmeldenetz zur Überwachung und Netzschaltung ihres Stromnetzes.
Mit Beginn Aufbau des D2 Netzes mietete die damalige Mannesmann Mobilfunk GmbH große Teile dieses Turmes und installierte dort Richtfunkantennen des D2 Backbone-Netzes. An diesen Turm war die MSC ( zentrale Vermittlungsstelle für Berlin/Brandenburg und Meckpom sowie Teile Sachsen-Anhalt ) angeschalten und von dort dann die anderen Punkte des D2 Netzes angeschalten.
Der nächste Richtfunkpunkt gen Norden war (ist) Kruge.
Aber auch Regionalversorgung per Richtfunkn erfolgte von dort- wie Richtung Rehfelde, Storkow oder Letschin.
Rehfelde auf Gelände der Straßenmeisterei.
Storkow edis-Turm an Bundeswehr-Kaserne.
Letschin edis-Turm am Umspannwerk. Von Letschin aus wurden dann z. Bsp. die Mobilfunkstandorte im Oderbruch versorgt.

|addpics|e3k-1-5b3c.jpg|/addpics|

 
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#8 von Stammgast , 17.09.2017 22:58

Mobilfunk D2 für Buckow war mal mein Aufgabengebiet. Der Sendemast an der Bergschäferei Waldsieversdorf sollte einst Buckow mit versorgen. Funktionierten durch die Berg und Tal Landschaft aber nicht. Große Teile von Buckow waren im Funkschatten.
Dann kam ein Brief der Kirche und bot verschiedene Kirchen als Mobilfunkstandorte an. Kirche brauchte Geld und vermietete Technikflächen.
Nun sollten die Sektorantennen ( keine Rundstrahler) auf dem Kirchturm platziert werden. Knackpunkt war der Denkmalschutz.
Im Bild die Endlösung:
http://www.lsklv-ddr.de/bxbg213.jpg

Findet ihr die Sektorantennen ?

Für die Sendetechnik musste ein Raum baulich angetrennt und hergestellt werden.
Einbindung ins Transport-Netz mit eigenem Richtfunk ging nicht. Kein LOS zu anderen Masten. So erfolgte Einbindung mittels 2Mbit-Mietleitung der Telekom von der Kirche hoch zur Bergschäferei. Dort war dann Richtfunk und die 2MBit Leitung schaltete ich dann dort in den 34Mbit-Link.
Die Richtfunk Bergschäferei strahlte zum Turm Rehfelde auf dem Gelände der Straßenmeisterei.
Dort waren dann ein Sammler mehrerer Richtfunkzweige ( oder besser, ist immer noch ) - die dann in einer Richtfunk mit mehr Kapazität zum Gitterturm Neuenhagen(edis) bzw. Ahrensfelde und dort dann ins dicke Transportnetz geschalten waren.

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#9 von Lahmer , 19.09.2017 00:06

Das sind wohl verkleinerte Sektorantennen an der Brüstung der Turmspitze ?

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#10 von Stammgast , 19.09.2017 00:07

Genau- in die Brüstung der Plattform eingebaut und farbmäßig angepasst. So das jedes zweite Brüstungssegment aussieht wir mit Brett in der Mitte.

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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#11 von Grimm , 16.03.2019 00:40

Bergschäferei Buckow/Waldsieversdorf mit D1, D2, Polizei, Bundespolizei

https://www.google.de/maps/place/Bergsch...928!4d14.032664

im Bild:

Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#12 von Lutger , 16.03.2019 00:43

BXB190 Rehfelde

Ort: Bahnstr. der Mast auf dem Gelände der Straßenmeisterei

Voll ausgebaut durch T-Mobil und Vodafone mit GSM, UMTS und LTE

Für Vodafone ein wichtiges Richtfunkkreuz des Transportnetzes. Direkt am Richtfunkmast Ahrensfelde angebunden und verteilt dannin die Region- wie zum Oderbruch.


Angefügte Bilder:
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#13 von Karl-Heinz Müller , 16.03.2019 00:45

Station: oxb7s21

Steht in Lübbenau Otto-Grotewohl-Str. 4B auf dem EKZ Kolosseum Lübbenau
Auf dem Dach sind auch Stationen und Antennen von Vodafone und E-Plu

Angefügte Bilder:
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RE: Mobilfunk in Ostdeutschland

#14 von Unhold , 17.06.2019 21:30

Die 5G Frequenzen sind ja nun für teuer Geld ersteigert worden. 3-4 Milliarden die nun für den Ausbau der Infrastruktur fehlen.
Klugscheißer meinen: nun sinken die Gebühren für Mobilfunk zu Gunsten der Kunden.
Was sind das nur für Träumer. Die Firmen müssen den Verlust z. Bsp. aus den Mehrkosten der Versteigerung doch erstmal verdienen. Mit sinkenden Preisen bestimmt nicht.

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