Kap Arkona

#1 von Kemnitzer , 23.02.2022 15:40

Auf Kap Arkona stehen mehrere militärische Bunker. Sowohl aus dem WKII und aus der DDR. Auch die Sowjetarmee soll von dort ihre Marinekräfte in der westlichen Ostsee geführt haben.
Täglich sind dort jetzt Besichtigungen möglich.
Näheres unter http://www.kap-arkona.de/marinefuehrerbunker.html

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RE: Kap Arkona

#2 von Saturn , 23.02.2022 15:41

3x FB75 und 10x FB3 in den Kalk der Steilküste zu bauen ist schon eine Leistung, Aufmachung erinnert sehr an Fischgräte und FB-1 in Ranzig.
Der mittlere kleinere Bunker war Übertragungsstelle Saßnitz Üst 4.
Mit dieser Üst4 hatte auch LSK/LV die Möglichkeiten für Fernleitungen zu ihren Truppen in Lancken (S125) und Neuenkirchen (S75).

 
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RE: Kap Arkona

#3 von Frank1 , 23.02.2022 15:42

Na ganz so schlimm war es nun auch nicht, eher normale Standard-Bauleistung der BauPio's.

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RE: Kap Arkona

#4 von Hein , 23.02.2022 15:43

Geplant als Führungsstelle der Stoßkräfte VOF.
Das die Führungsstelle durch die Bildveröffentlichung verbrannt wäre ist eine Mähr. Denn bei dem westlichen Flugverkehr über der Ostsee wurden von den Aufklärungsfliegern sicher genug eigene Bilder gemacht. Denn von der Fläche und dem Bauvolumen her war dort kaum etwas zu tarnen.
Jedoch macht sich die Verbreitung solcher Geschichten sicher gut für die Touris.

Auch das die Sowjets die Abnahme verweigert hätten ist Spinne.
Die Anlage war in Verantwortung der NVA zu planen und zu bauen. Gemäß Vereinbarung war eine entsprechend große Nachrichtenzentrale einzurichten und in das Fernmeldenetz der Landesverteidigung gemäß der Wichtigkeit der Führungsstelle einzubinden.
Die NVA hatte für die Sowjets 1 Röhre zu reservieren. Im Plan des Link heisst es zwar operative Gruppe... es war jedoch die Gefechtsführungsstelle der Stoßkräfte für die westliche Ostsee. Dann saßen schon mehr Männer dort wie eine operative Gruppe. Die Besatzung stand bereits im Vorfeld fest- so wie bei NVA das Personal für WGS auch im Vorfeld bereits bestimmt war.
Die 6. Flottille gehörte zu den Stoßkräften der VOF und war daher zum Hausherrn der Anlage im Frieden bestimmt.


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RE: Kap Arkona

#5 von Besenreiser , 23.02.2022 15:46

Ich zitiere mal:
Am 14.07.1986 erfolgte die Inbetriebnahme einer TF Primärgruppe in Anmietung bei der Deutschen Post zwischen Rostock Üst 4 ( RFB-9) und Saßnitz Üst 4.
Bezeichnung :.
Über diese Primärgruppe mit ihren 12 möglichen Fernsprechkanälen wurden dann bei der Deutschen Post angemietete Nachrichtenverbindungen zur FutK-333 Putgarten geschalten.
Diese Nachrichtenverbindungen konnten dann zwischen Saßnitz 4 und Putgarten im Kabelnetz der Deutschen Post geführt werden.

Am 08.12.1988 folge dann die Inbetriebnahme einer angemieteten TF-Primärgruppe zwischen Saßnitz Üst 4 und der Dienststelle Putgarten.
Bezeichnung: 1203 P
Damit war die LSK/LV nun in der Lage, nach Putgarten auch kostenfreie eigene Nachrichtenverbindungen mit EF-Kennzeichnung quasi im eigene Nachrichtensystem zu schalten.
Als erstes wurden die Nachrichtenverbindungen Putgarten nach Rövershagen FuTA da drüber organisiert.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/fmrueg.htm

So ganz uneigennützig war die Sache nicht. Denn die Führungsstelle Saßnitz benötigte ab Stufe KG dann Leitungen des Zusamenwirkens zum GS 43. FRBr Rövershagen und zum MFG-28. Die waren dann in dem System vorbereitet. Dort konnte dann kein Aufklärungsschiff "Oste" mithören.
MFG-28 war vorgesehen zur Luftunterstützung der Stoßkräfte VOF bei Handlungen in der westlichen Ostsee.
Die Einsatzführung hatte dann eine Gefechtsführungsgruppe Marineflieger aus operativer Gruppe des Chef Marinefliegerkräfte und des Kdo LSK/LV in der Führungsstelle Saßnitz.

Zweiter Part war ein abgestimmtes Zusammenwirken der Luftabwehrkräfte zwischen der Luftverteidigung in Form Gefechtsstand 43. FRBr mit Jägerleitstelle und der Luftabwehr der "Volksmarine" 3. Flotte VOF zum Schutz der Bereitstellungs-Basierung und der Aufmarschwege der Stoßkräfte vor feindlichen Luftangriffen.


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RE: Kap Arkona

#6 von Lotse , 23.02.2022 15:48

Neues Konzept: Kap soll touristischer Leuchtturm werden
Eine Planung soll die unterschiedlichen Attraktionen der Region bündeln / Auf einer Versammlung wurden erste Ideen der Gemeinde vorgestellt.
Die Gemeinde Putgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen) plant ein Gesamtkonzept für den Bereich Kap Arkona, Putgarten und Vitt. Das Konzept soll die unterschiedlichen Attraktionen der Region bündeln und für Besucher besser erlebbar machen. Auf einem Akteursworkshop in Putgarten sind erste Ideen vorgestellt worden.
Nach einem Entwurf von Burkhard Pahl (Uni Leipzig) und Peter Dietrich (Kreidemuseum Rügen) könnte ein großes Besucherzentrum die unterschiedlichen Aspekte der Region aufgreifen und den Gästen multimedial vermitteln. Slawenzeit, Archäologie, Schifffahrtsgeschichte, Architektur, Romantik, Kreideküste und militärische Geschichte könnten in Einzelbereichen den Besuchern vorgestellt werden. In dem neuen Besucherzentrum soll außerdem ein archäologischer Museumsbereich geschaffen werden, in dem die Ausgrabungsergebnisse vom Burgwall präsentiert werden.
Auch eine barrierefreie Besucherplattform an der Steilküste ist im Gespräch. Bisher sind viele Attraktionen am Kap für Menschen nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Besonders wichtig sei es, möglichst viele der Lokalen Akteure an Bord zu bekommen, stellte Burkhard Pahl klar, sonst könne so ein Projekt nicht funktionieren.
Die Finanzierung soll zu großen Teilen aus Fördermitteln gewonnen werden. Ein erster Zeitplan steckt den Rahmen ab. Nach Potenzialerfassung, -analyse und Abstimmung mit den Akteuren könnte noch in diesem Jahr ein Antrag auf Fördermittel eingereicht werden. „Am 14. Juni 2018 ist die 850-Jahrfeier des Überfalls auf die Slawenburg. Vielleicht können wir dann ja erste kuratierte Museumsstücke präsentieren und den Spatenstich für die bauliche Umsetzung setzen“, hofft Pahl.

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RE: Kap Arkona

#7 von Neptun , 23.02.2022 15:49

Archäologen wagen Burgwall-Schnitt am Kap Arkona

Brandschichten in der Befestigung sollen neue Erkenntnisse über Wikingerüberfälle auf die slawische Burg geben.
An der Slawenburg am Kap Arkona (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat die neue Grabungssaison begonnen. In diesem Jahr beginnen die Archäologen mit einem neuen Projekt. Sie wollen einen Schnitt durch den Burgwall erstellen, der Rückschlüsse auf den Aufbau des Walles und mögliche Wikingerüberfälle auf die Burg geben soll. Anhand der verkohlten Holzreste in Brandschichten können Experten dann mit Hilfe der Dendrochronologie (Jahresringanalyse) den Zeitpunkt der Überfälle ermitteln.
Bevor jedoch dem Burgwall zu Leibe gerückt wird, werden zwei Teilflächen innerhalb des Burgwalls untersucht. „Wenn wir die Anlage und ihre Konzeption richtig verstanden haben, ist nicht davon auszugehen, dass wir hier spektakuläre Dinge finden“, so Grabungsleiter Dr. Fred Ruchhöft. „Diese Bereiche waren wahrscheinlich nicht besiedelt."

Im vergangenen Jahr ist den Experten am Kap eine echte Sensation gelungen: Anhand der Position von Pfeilern wurde der Standort einer 14 Meter langen Kulthalle ermittelt – vergleichbare Funde gibt es sonst nur in Schweden und Dänemark. Außerdem wurden zahlreiche detailliert ausgearbeitete Schmuckstücke und Perlen, Pfeilspitzen sowie Münzen gefunden.

Führungen werden immer montags bis donnerstags um 14 Uhr angeboten. Treffpunkt ist die Infotafel am Eingang zu den Ausgrabungen.


 
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RE: Kap Arkona

#8 von Robert , 23.02.2022 15:50

Vitt

Mit Arkona verbunden ist der Fischerort Vitt. Sehenswert die achteckige Kapelle und die 13 doch recht kleinen reedgedeckten Fischerkaten.
Der Ort bekam auch erst 1980 fließend Wasser aus Wasserleitung. War über die Jahre dann doch von der Welt sehr abgelegen. Ein ursprünglicher Wasser-Brunnen steht heute noch im Zentrum des Ortes.
1973 wurde der Ort Weltkulturerbe der Unesco.

 
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RE: Kap Arkona

#9 von Arkona , 23.02.2022 15:53

Abendsonne über Kap Arkona

Quelle: Axels Foto-Archiv


Angefügte Bilder:
arkonasonne.jpg  
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RE: Kap Arkona

#10 von RosaRot , 26.05.2023 22:28

Große Explosion auf Rügen – etwa 15 Häuser beschädigt
In Putgarten (Norden der Insel Rügen) hat sich am Freitagmorgen eine Explosion ereignet. Danach brach ein Feuer aus. Laut ersten Ermittlungen der Polizei explodierte vermutlich eine Gasheizung in einem Ferienhaus, das unbewohnt war. Die Trümmerteile flogen etliche Meter weit. Dabei wurden etwa 15 Häuser und auch zwei abgestellte Autos im Umfeld beschädigt.

Angefügte Bilder:
brandputg.jpg  
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RE: Kap Arkona

#11 von Lotse , 02.10.2023 20:55

Historisches Nebelhorn erklingt wieder am Kap Arkona

Das Nebelhorn ist vor 50 Jahren außer Dienst gestellt worden - ein Ingenieur im Ruhestand hat es nun reaktiviert.

Die Ansteuerung erfolgt aus dem ehem. NVA -Marinebunker.

Laut den Aussagen waren einst drei Nebenhörner im Dienst. Kap Arkona, Dornbusch und Greifswald

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/n...azin111470.html


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RE: Kap Arkona

#12 von bitti , 08.10.2023 12:09

Das es i Greifswald einen Nebelsignalstation gab ist arg zu bezweifeln. Wenn sollte die Station denn dort warnen?. Da ist sicher eher die Anlage Greifswalder Oie gemeint.

Auch die die Aufzählung der Analgen ist sicher nur Beispielhaft. Auch Warnemünde und Wustrow hatten eine Nebelsignalstation. Die Wustrower Anlage war bis 1987 in Betrieb, wie alle anderen Anlagen auch. Nur Warnemünde war noch bis Anfang 2008 in Betrieb.


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RE: Kap Arkona

#13 von Bodo , 08.10.2023 22:56

So gesehen waren auch mehrere Nebelsignaleinrichtungen im Bereich Ostsee im Dienst


https://www.deutsche-leuchtfeuer.de/osts...nalstation.html

 
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RE: Kap Arkona

#14 von Lotse , 04.12.2023 22:32

Eine Optik mit Seltenheitswert zeigt sich aktuell auf der Insel Rügen: Tief verschneite Landschaften und Wälder, mit regional bis zu 20 cm hoher Schneedecke und frostigen Temperaturen.


Angefügte Bilder:
rugenxxc.jpg  
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RE: Kap Arkona

#15 von Arkona , 21.01.2024 21:42

Nordischer Besuch
Leuchtturm Kap Arkona


Angefügte Bilder:
ltarkona.jpg  
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