RE: Peene-Werft Wolgast

#16 von Lotse , 14.01.2022 20:40

Arbeit für Peene-Werft: Nach Ostern Baubeginn für Marine-Korvette
Aufatmen auf der Peene-Werft: Nach dem Exportstopp für die Patrouillenboote für Saudi-Arabien gibt es endlich wieder Arbeit. Nach Ostern wird in Wolgast eine Korvette für die Deutsche Marine auf Kiel gelegt.


Neue Hoffnung für die vom Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien betroffene Peene-Werft in Wolgast:
Am 25. April wird auf der Peene-Werft eine Korvette für die Bundesmarine auf Kiel gelegt, wie Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) am Donnerstag im Landtag in Schwerin mitteilte. „Damit ist das Ende der Kurzarbeit in Sicht. Und das ist die wichtigste Nachricht für die Werftarbeiter und ihre Familien“, sagte Dahlemann in einer erneut emotionsgeladenen Parlamentsdebatte, die von der oppositionellen Linksfraktion beantragt worden war.

Es sei v der „Verdienst des Unternehmers Friedrich Lürßen, der unter dem Druck des SPD-getriebenen Rüstungsexportstopps Saudi-Arabien die unternehmerische Entscheidung getroffen hat, den Bau der Korvetten der Klasse K130 nach Wolgast zu verlagern.“

Wegen des Ausfuhrverbots waren auf der Peene-Werft 50 von knapp 300 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt worden. Mit der Kiellegung der Korvette für die Bundesmarine ist nun ein Ende der Kurzarbeit in Sicht.


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RE: Peene-Werft Wolgast

#17 von Usedomer , 17.07.2022 14:38

Geheime Megayacht in Wolgast: Wem gehört das 350 Millionen-Dollar-Superschiff?

Mehr als 100 Meter Länge, fünf Decks und Luxus pur: Auf der Peene-Werft entsteht ein Traumschiff der Superlative. In der Peenestadt brodelt derweil die Gerüchteküche: Wer ist der Besitzer der Superyacht?

Auf der Peene-Werft in Wolgast werden die Träume der Superreichen wahr: Unter den Händen der Schiffbauer entsteht hier derzeit ein Luxusschiff der Superlative. Über viele Monate war der geheime Schiffsbau im Trockendock der zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörenden Werft unter riesigen Planen-Bahnen verborgen. Jetzt fielen die Hüllen – und das sorgt für mächtig Gesprächsstoff und Spekulationen in Wolgast.

Die Ausmaße des Schiffes, die großzügigen Panorama-Fronten auf fünf Decks, ein Hubschrauberlandeplatz mit versenkbarem Hangar oder selbst kleinste Details wie Edelstahleinfassungen an den Ankerluken, der Edelstahlsteven am Bug lassen den extremen Luxus erahnen, der später einmal auf diesem Schiff zu Hause sein wird.

Entsprechend stark brodelt die Gerüchteküche in der Peenestadt. Das Schiff solle einem russischen Oligarchen gehören, einem Briten, einem Norweger – so der Hafensnack. „Das wird ein Expeditionsschiff für Superreiche, die sich in der Arktis mit Gummistiefeln den Klimawandel anschauen wollen“, meint Norbert Schreiber, der auf der Dampffähre „Stralsund“ die Wache führt.

Nach Recherchen soll es sich um die Superyacht handeln, die der kanadische Milliardär und Mitbegründer des Fischkonzerns Clearwater Seefood John Risley vor etwa vier Jahren bei Lürssen in Auftrag gegeben hatte. 107 Meter lang, eisfähig und so konzipiert, dass es Kreuzfahrten im Polarmeer abseits ausgetretener Pfade ermöglicht: Mit einem Hubschrauber an Bord, der einen Transfer an die abgelegensten Orte der Welt ermöglicht, zehn Edelkabinen für 20 Gäste, die von 40 Crew-Mitgliedern umsorgt werden.

Auf speziellen Superyacht-Internetportalen wird der Preis mit 350 Millionen Dollar angegeben, die jährlichen Unterhaltskosten mit 25 bis 30 Millionen Dollar. Dort veröffentlichte Modellzeichnungen (Copyright Lürssen) stimmen 1:1 mit der Yacht überein, die im Dock der Peene-Werft liegt. Das Schiff wäre nicht die erste Superyacht, die Risley bei Lürssen ordert. Aber sie wäre mit Abstand die größte.

Klarheit über das geheimnisvolle „Icecap-Projekt“ (so der Arbeitstitel der Yacht) könnte die Werft selber schaffen. Doch dort hüllt man sich in Schweigen. „Aus Diskretion gegenüber unserem Kunden bitten wir um Verständnis, keine Auskünfte zu dem im Bau befindlichen zivilen Projekt geben zu können“, sagt Werften-Sprecher Oliver Grün. Kein Kommentar. Auch nicht zum jetzigen Eigner.

In einem Interview mit „Superyacht Times“ hatte der kanadische Seafood-Baron Risley gesagt, dass er sich mit dem Lürssen-Schiff eine der effizientesten Motoryachten der Welt bauen lassen werde. Technisch auf dem höchsten Stand, energieeffizient. Etwas, das laut Risley aber auf keinen Fall an Bord sein werde, sei ein U-Boot. „Ich bin klaustrophobisch und habe absolut keine Lust, langsam in einer Glasschale zu versinken“, zitiert ihn Superyacht Times.

Der nächste Auftrag: Im Verbund mit der NVL-Schwesterwerft Blohm+Voss wird Wolgast an den neuen Fregatten der Klasse 126 beteiligt sein. Wie zu vernehmen war, hat man die zwischenzeitlich freien Kapazitäten im Trockendock genutzt, um die Megayacht voranzubringen. Seit etwa zwei Jahren war das Dock mit großen Planen vor neugierigen Blicken von Autofahrern geschützt, die über die Peenebrücke nach Usedom fahren.


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