Wismut

#1 von Karl , 28.05.2019 14:03

Aus für Uranproduktion in Königstein

Die Wismut will 2019 die Uranproduktion am Standort Königstein einstellen. Dies sei ein weiterer Schritt der laufenden Grubensanierung.

Diese Uranproduktion entspricht 0,05% der weltweiten jährlichen Uranproduktion.
Immerhin.
Die Anlage, die noch aus DDR-Zeiten stammt, ist für die verbleibende Menge Uran überdimensioniert und lässt damit ein wirtschaftliches Arbeiten nicht mehr zu.

Die Wismut hatte dort 1967 mit dem Uranerz-Abbau im Sandstein begonnen. Seit 1991 wird die Grube geflutet und gelöstes Uran aus dem Wasser gefiltert.

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RE: Wismut

#2 von Werner , 28.05.2019 14:06

Die Wismut war durch Treuhand nicht sogleich platt zu machen. Aber die allgemeine Richtung in D: "Ausstieg aus dem Bergbau" - gilt auch für Wismut.

 
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RE: Wismut

#3 von Captain Future ( gelöscht ) , 12.07.2019 13:04

Wismut Gesetz

Von 1945 bis 1990 förderten Bergleute der SDAG Wismut Uranerz in der DDR. Die SDAG hatte durch den 1962 zwischen der Sowjetunion und der DDR geschlossenen Vertrag einen besonderen Status und war kein volkseigener Betrieb.
SDAG = Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft.
Träger: UdSSR und DDR als Staaten. Also ein multistaatlicher Konzern.
bit der Deutschen Einheit übernahm die Bundesrepublik die DDR Anteile. Mit der Sowjetunion schloss der Bund 1990 ein Überleitungsabkommen , das vorsah, die Geschäftstätigkeit der SDAG Wismut Ende 1991 einzustellen und das die Anteile der Sowjetunion unentgeldlich an den Bund gehen.
Gegen eine geringe Zuwendung an Wodka-Vorrat stimmte Jelzin dem zu.
Das sogenannte Wismut-Gesetz regelte dann alle weiteren erforderlichen Maßnahmen.


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RE: Wismut

#4 von Sachse , 12.07.2019 13:25

Ende der Sanierung ist in Sicht
Sachsen und der Bund machen ein letztes Mal gemeinsame Sache bei der Renaturierung und Sicherung von Altstandorten. Gemeinsam setzen sie bis 2035 die Sanierung von Altstandorten fort. Somit 13 Jahre mehr wie gemäß vorheriger Vereinbarung bis 2022-
Bis 2022 sollen insgesamt 216 Mio Euro investiert werden. Bis 2035 kommen dann weitere 229 Mio Euro hinzu.
Nach Angaben der Wismut GmbH werden im Zeitraum 2003 bis 2035 dann 1900 Altstandorte wie Halden und Tagebaue und Tagesbrüche saniert.
Die Wismut GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz und ist zuständig für die Sanierung der Standorte des Vorgängers SDAG Wismut in Sachsen und Thüringen.
Dafür will der Bund bis 2045 etwa 8 Milliarden Euro ausgeben.
Das aber tatsächlich in 16 Jahren alle Standorte saniert sind, renaturiert und gesichert sind ist nach Aussage von Experten der Wismut GmbH nicht sicher.
Denn zu den bislang identifizierten 1900 Objekten würde immer noch weitere hinzu kommen.
Außerdem sind einige Sanierungsmaßnahmen recht kompliziert. So gebe es in Zwickau eine Maßnahme mit 17 Grundeigentümern zu koordinieren. keiner will dem anderen einen Vorteil gewähren und daher steht immer ein oder mehrere nein im Raum-
Statt froh zu sein das der Bund sich kostenmäßig in deren Aufgaben und Aufwendungen hängt.

 
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RE: Wismut

#5 von Sachse , 04.06.2021 19:17

Wo einst Uran für sowjetische Atombomben gewonnen wurde, ging am Dienstag ganz friedlich ein Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte zu Ende!
Deutschlands letztes Uran wurde abtransportiert.

Foto: Bild Sachsen

Angefügte Bilder:
Sie haben nicht die nötigen Rechte, um die angehängten Bilder zu sehen
 
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