DDR-Produkte in alle Welt

#1 von Volkmar , 14.06.2018 23:10

Die DDR war ein begehrter Handelspartner. Selbst 23 Jahre nach Abschaffung der DDR finden wir noch Produkte der DDR in Nutzung.
In den mit W50/L60 versorgten Ländern fahren diese Gefährte noch immer.
Die Mongolei nutzt noch "Meterologische Geräte " der DDR für ihre Wetteraufzeichnungen.

Sind noch weitere Nutzungsfundstellen bekannt ?

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#2 von Ostwind , 14.06.2018 23:13

In einem Film sah ich einst solche Technik in grünen Kisten ( NVA grün) in der Mongolei. Sie arbeiten wohl heutzutage noch damit.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#3 von Bonsai , 14.06.2018 23:14

Ja, das waren hauptsächlich automatisch meldende Stationen. Die gabe es in der DDR ab 1980 zunehmend und war Eigententwicklung. Trotzdem gab es immer noch einen Mann vor Ort. Einige Sensoren (Luftfeuchte & Niederschlagsmenge) mussten manuell abgelesen bzw. bearbeitet werden. Ausserdem zu Wartungszwecken. Sie waren an das Telex-Netz angeschlosssen und liefen in der DDR zentral in Potsdam beim Wetterdienst am Rechner auf. Das war der wesentliche Teil der Unterstützung. Sie / man hat es dort ähnlich aufgebaut.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#4 von Sachse , 14.06.2018 23:17

Zoll in Schönefeld haben über so was weggesehen
Stimmt. Meistens hat man von denen nichts bemerkt. Nur, als ich mal aus dem großen Bruderland einen Gegenstand einführen wollte, stürzten sich gleich 2 von denen drauf. Von wegen Antquitätenklau und so. Als sie dann die primitive Verschraubung im Leuchterfuß gesehen haben, bekam ich das Teil sichtlich angewidert zurück.
Damals ist einer unserer Reisegruppe aus dem Kaukasus mit einem kompletten Kosackensäbel geflogen. Den bekam er nicht in den Koffer, hat er ihn also über die Schulter gepackt. Hat keine Sau interessiert ...

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#5 von Maxe Baumann , 14.06.2018 23:18

In Angola und Äthiopien fahren noch W50. Unverwüstlich. Sicher weil bei defekt noch daran rumgeschraubt werden kann.


 
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#6 von Nordstern , 14.06.2018 23:19

siehste, Janz so Blöd waren wir nun doch nicht!

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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#7 von Steubner , 14.06.2018 23:21

Trotzdem. Alles ist verhökert worden. Nicht nur in Entwicklungsländer. Auch zum angeblichen Klassenfeind. Um dessen Geld = sogenannte Westgeld oder harte Währung - zu bekommen. Wenn es ginge hätte uns die Partei-und Staatsführung auch noch das Schwarze unter den Fingernägeln genommen um ein wenig Westgeld zu erhaschen.
Eben dieses Westgeld, dass bei normalem Bürger nicht gern gesehen wurde. Denn es war vom Klassenfeind. Der Klassenfeind war aber nur der Klassenfeind für den Bürger, den Normalen. Um diesen Ansatz zu zementieren verpassten sie uns Politschulung, tagesaktuelle Gespräche zum Leitartikel des ND u.v.m. . Aber das ist ja ein anderes Thema.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#8 von Dieter , 14.06.2018 23:22

Wieso wurde Westgeld bei normalen Bürgern nicht gern gesehen?
Genau das Gegenteil - sie sollten sich soviel wie möglich davon besorgen und es in den Intershops verballern.
Hör mir doch auf mit dem überstrapaziertem "Klassenfeind". Das war doch spätestens Ende der 70er kein Begriff mehr, der in der Öffentlichkeit geprägt wurde. Höchstens ein paar durchgeknallte Politoffiziere haben den - mangels eigener Überzeugung - noch benutzt. Lediglich aus heutigen Medienberichten zum deutsch-deutschen Verhältnis wird er wieder hervor geholt, mit einer bestimmten Absicht.
Ansonsten wurde von unserer Partei- und Staatsführung - so dämlich und überhöht sie auch gewesen sein mag - die hereingeholten Devisen i.d.R. nicht selbst verbraucht. Das, was die sich an "Privilegien" zugestanden, läßt jeden Neudeutschen Parlamentarier lauthals loslachen.
Das Westgeld war die einzige Möglichkeit, irgendwo in der Welt für das Volk etwas zu besorgen. Für unsere DDR-Mark wollte sicher keiner - auch ab Anfang der 80er weder die Russen noch dieser zusammengezimmerte RGW - etwas liefern.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#9 von LILO , 14.06.2018 23:24

War nicht der RGW mehr ein Tauschhandel Ware gegen Ware. (?) Ware war in einer imaginären Währung bemessen.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#10 von TomTom , 14.06.2018 23:25

So war es mal geplant. Und damit alle etwas von diesem wunderschönen Gebilde RGW hatten, wurden einige Bereiche aus der technisch hochentwickelten DDR an " wirtschaftlich etwas schwächere" Länder ausgegliedert. So wurde z.B. komplexe Fernmeldetechnik an Rumänien vergeben (Seit dem kam nur noch Schrott) Gleichzeitig wurde eine "Produktspezialisierung" vorgenommen. So erhielt Ungarn exclusiv die Busproduktion. Das sollte sich rächen: ab Anfang der 80er nutzte Ungarn z.B. seine konkurrenzlose Stellung schamlos aus und verkaufte seine Busse nur noch gegen Devisen. Ebenso fingen die Russen an, für ihr Öl Devisen haben zu wollen.

 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#11 von Organisator , 14.06.2018 23:27

ist doch wie heute. Fast alle Produktion nach China, Indien oder Pakistan ausgelagert und in der Heimart kommt nur noch der Markenaufkleber drauf.

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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#12 von Ali ( gelöscht ) , 14.06.2018 23:29

Mifa in Vietnam noch gut in Nutzung.

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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#13 von Klaus , 14.06.2018 23:31

Auch Klarofix war ein DDR Produkt = Fensterputzmittel.


 
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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#14 von Micha , 14.06.2018 23:33

Und die RGW Tauschwährung, war das nicht Valuta?
Und für Devisen haben wir fasst alles verkauft, sogar des Teufels Großmutter! /images/wink.gif
Hier mal was lustiges: Fragt der Kuhbauer ( also Mitglied der LPG Tierproduktion ) seinen Vorsitzenden: sach mal Vorsitzender, wozu brauchen wir eigentlich Devisen? Antwortet der: Ja was meinst Du, wo sonst unsere Kühe grasen sollen!

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RE: DDR-Produkte in alle Welt

#15 von Maulwurf , 14.06.2018 23:35

Ich glaube die "Tauschwährung" im RGW war wohl der "konvertierbare Rubel", was immer das auch gewesen sein mag. Habe das mal bei meiner Mutter, die bei der DEUTRANS gearbeitet hat, aufgeschnappt. Leider kann ich sie nicht mehr danach fragen. Eigentlich ist es ja egal, wie das Äquivalent hieß, es war ja eh bloß 'ne Meßgröße fur den "Tauschwert" einer Ware, um gegenseitig verrechnen zu können. Unschön daran war nur, dass wir nicht dem "großen Bruder" sagen konnten wie "wertvoll" wir das Objekt des Tausches einschätzen, sondern dass es umgekehrt lief (sagen konnten wir es vielleicht schon aber festgelegt hat er es wohl)

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