Schloß Ranzow

#1 von Oldpa , 14.02.2020 18:15

Schloss Ranzow
die perfekte Urlaubslokation


Schloß Ranzow auf Rügen- ein außergewöhnliches Schloss mit ungewöhnlichem Lebenslauf.

Das Schloss Ranzow lässt zurückblicken auf eine lange Vergangenheit. Bereits 1314 wurde das Herrenhaus urkundlich erwähnt.
Aufgrund der erhöhten Lage mit direktem Blick auf die Ostsee, wurde hier im Zweiten Weltkrieg eine Flugbeobachtungsstelle eingerichtet.

Nach dem Krieg wurde das Schloss zum Militärobjekt der Sowjetarmee umfunktioniert.
Viele Jahre nach der politischen Wende wurde das Schloss versteigert und vom neuen Eigentümer komplett saniert.
Exklusive Suiten und Doppelzimmer sind im Hotel Schloss Ranzow entstanden, die einen faszinierenden Blick über die Ostsee und den zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Wäldern des Nationalparks Jasmund gestatten.


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RE: Schloß Ranzow

#2 von Marinefunker , 14.02.2020 18:18

zu Ranzow gehörten auch Wiek, Erfurt, Graal Müritz und alles war nur reine Funkaufklärung.
Zu Wiek : Dort waren 2 Dienststellen, eine sowjetische (Dorfmitte etwa) und eine deutsche des MfS (Ortseingang aus Richtung Altenkirchen kommend).

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RE: Schloß Ranzow

#3 von El Dorado , 14.02.2020 18:20

Der Stammtruppenteil war in Wustrow.
Die Truppenteilnummern waren Wustrow 08538, Ranzow 08538 A, Wiek 0838 B, Erfurt 08538 W(B).
Zusammen die 22. Spezialaufklärungsabteilung der baltischen Flotte (22. отряд разведки осназ БФ, в/ч п.п. 08538)..
Die rückwärtige Sicherstellung für Ranzow und Wieck erfolgte durch den Truppenteil der BRF in Sassnitz.

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RE: Schloß Ranzow

#4 von A3J ( gelöscht ) , 14.02.2020 18:21

Nach anderen Quellen
Das PSF 08539 war vermeintlich dem 41. Marinenachrichtenregiment der BRF zugeordnet.

Wobei ich eher davon ausgehe, die BRF hatte an den Standorten Funkaufklärung von FEK und Nachrichten (Richtfunk) für die Fliegerleitstellen zusammen und im Nachgang wird in in Unkenntnis der Sachlage nun alles durcheinander geworfen.

Denn die Freunde hatten auch zentrale Aufklärungsmittel über der Ostsee in der Luft unterwegs, sowie Kräfte der Marineflieger Luftabwehr im Luftraum und die brauchten vor Ort Fliegerleitstellen mit allen erforderlichen Nachrichtenmitteln und - verbindungen zu den jeweiligen Führungsstellen. Das Paket bringt dann keine Funküberwachung.
Bekannt sind ja bei Luftraumverletzungen dann auch Einsätze von Abfangjägern der Nordgruppe oder der BRF im Raum Rügen oder östlich von Rügen.

Also 22. Abteilung plus Teile 41. MNR an diesen Standorten. Wobei die Aufklärer dann in der Regel Gast sind. Schon wegen der Tarnung,

A3J

RE: Schloß Ranzow

#5 von Bongo58 , 14.02.2020 18:22

Sicher Doppelnutzungen von Standorten. Zumal hier wieder über Definitionen zu Stolpern ist,
Nämlich: Nachrichtentruppe im Sinne von Fernmelde und Nachrichtentruppe im Sinne von Aufklärung.

Der Marinennachrichtendienst der Baltischen Rotbannerflotte war nur indirekt der VA Wünsdorf (5. Verwaltung der GRU) unterstellt.
VA = Verwaltung Aufklärung
Und zwar für die territorial auf die DDR und Bundesrepublik ausgerichteten Tätigkeiten der land- und seegestützten Aufklärung.
Dafür unterhielt der Marinenachrichtendienst einige wenige Niederlassungen in GSSD/WGT-Liegenschaften im Norden der DDR (u.a.
Operativdienststelle/Aufklärungspunkt in Rostock FieteSchulze-Str.; Rerik/Halbinsel Wustrow und Ranzow/Wiek – Feldpostnummer 08538; Damgarten – Feldpostnummer 81560; Saßnitz – Feldpostnummer 09822).
Für das wesentlich breitere Spektrum maritimer Aufklärung der gesamten Baltischen Rotbannerflotte war der Chef des Marinenachrichtendienstes zuständig.

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