Persius-Speicher Potsdam

#1 von Persius ( gelöscht ) , 28.08.2019 14:48

Der Persius-Speicher, amtlich auch als Speicher 3 benannt, steht in der Teltower Vorstadt von Potsdam, in der Leipziger Straße 9. Er wurde im Jahr 1688 als Kornmagazin errichtet. Nach Plänen von Reinhold Persius erfolgte in den Jahren 1834 bis 1835 die Umgestaltung des alten Gebäudes. Das neue Kornmagazin des Proviant-Amtes wurde im spätklassizistischem Stil umgebaut und mit typischen Turmzinnen verziert. Dazu gehört nun auch ein Mehlmagazin und zwei Verwaltungsgebäude, die durch einen Bogengang mit dem Magazin verbunden waren. Bei der Planung des Umbaues leisteten die Architekten Ferdinand Fleischinger und Friedrich Wilhelm Boelcke wichtige Zuarbeiten.

Zur Zeit der DDR hatte hier der »VEB Backwarenkombinat Potsdam« seinen Sitz.

Ein weiterer Kornspeicher befindet sich in der Zeppelinstraße im ehemaligen Hauptsitz des Königlich preußischen Proviant-Amtes.


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Persius
zuletzt bearbeitet 28.08.2019 14:49 | Top

RE: Persius-Speicher Potsdam

#2 von Potsdamer , 28.08.2019 15:04

Zeppelinstr. 136
1843 wurde der Persiusspeicher als Proviantamt der Potsdamer Garnison im Burgenstil…mit den dazugehörigen Turmzimmern errichtet.
1995 wurden einige der historischen Gebäude restauriert und dienen heute als Büros, Hotelzimmer und Gastronomiefläche. Der Standort beeindruckt vor allem durch seine Lage mit direktem Zugang zur Havel und angebundener Wassertaxi – Haltestelle.

Unter anderem waren dort 2 Gerichte und der Landesfortstbetrieb untergebracht.

Eine Gebäudetrakt verkommt jedoch langsam zur Ruine. Die Stadt wollte investieren. Stadt und investieren- totale Gegensätze die sich bewahrheiteten.Stadt wollte den Speicher zur Kunsthalle umbauen

2018
Mithilfe eines internationalen Großinvestors soll der denkmalgeschützte Persiusspeicher in der Zeppelinstraße bald ein neues Gesicht bekommen. Nach mehr als 25 Jahren soll das Ensemble von der Stadt wieder an seinen früheren Besitzer Gädicke übergeben werden. Die Gespräche darüber sind weit fortgeschritten. Offen ist allerdings noch der Preis für die zum Teil maroden Gebäude.
Mit den neuen Plänen endet ein jahrzehntealtes Missverständnis: Die Stadt hatte das um 1840 für das Heeresproviantamt errichtete Speichergebäude anlässlich der 1000-Jahrfeier 1993 zur Kunsthalle umbauen wollen. Doch nachdem Potsdam damals rund 3,25 Millionen Euro für Grundstückserwerb und Sanierung ausgegeben hatte, erkannte man, dass das Gebäude ungeeignet war. 1998 wurde der „Kunstspeicher“ wieder geschlossen. Potsdam blieb auf dem Gebäude sitzen: Problematisch war, dass Fördermittel, die das junge Brandenburg Anfang der 1990er-Jahre vom Partnerland Nordrhein-Westfalen bekommen hatte, an eine kulturelle Nutzung gebunden waren.
Beamte haben eben nichts im Kopf.

Nach dem langen Stillstand ist ein Teil des Komplexes nicht mehr zu retten. „Der Anbau von 1913 befindet sich seit einigen Jahrzehnten in einem stark geschädigten Zustand“, so ein Stadtsprecher. Er soll abgerissen werden. Dem haben nach Angaben der Stadtverwaltung auch schon das Landesdenkmalamt und die Potsdamer Denkmalschützer zugestimmt.

Kommt der Deal zu Stande, sollen insgesamt rund 30 Millionen Euro auf dem Areal investiert werden. Zwei Jahre später soll alles fertig sein. Als Partner hat sich Gädeke mit der Immobilien-Gruppe Immeo zusammengetan, die bundesweit rund 50.000 Wohnungen bewirtschaftet. Immeo gehört wiederum dem französischen Immobilienkonzern Foncière des Régions, dem in Potsdam auch das Hotel Mercure gehört. Gädeke geht allein für die denkmalgerechte Sanierung des nach Entwürfen von Ludwig Persius im normannischen Burgenstil als eine der ersten Industrieanlagen Potsdams errichteten Persiusspeichers von Kosten in Höhe von 14 Millionen Euro aus. Dazu gehöre auch die komplette Sanierung der historischen Holzkonstruktion, die erhalten werden soll. Anschließend soll die Hälfte der Fläche als Ateliers an Künstler vermietet werden – für Mieten von 6,50 bis 7,50 Euro. Die andere Hälfte soll zu Büros oder Wohnungen umgebaut werden. Details müssten noch mit der Denkmalpflege geklärt werden, so Gädeke.

Eigentumswohnungen sollen gebaut werden. Was wohl sonst in der Wasserlage.

 
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RE: Persius-Speicher Potsdam

#3 von Potsdamer , 28.08.2019 15:12

2019
Der Persiusspeicher in Warteschleife
Marode Mauern, leere Fensterhöhlen und ein umgefallener Absperrzaun. Der denkmalgeschütze Persiusspeicher in der Zeppelinstraße bietet derzeit ein jämmerliches Bild. Eigentlich gab es andere Pläne: Das Gebäude sollte von der Stadt an den privaten Vorbesitzer zurückgegeben werden, hatte es vor einem Jahr geheißen. Die Gespräche darüber seien weit fortgeschritten. Noch im Jahr 2018 sollte alles über die Bühne gehen. Eine Sanierung war geplant. Zwei Jahre später sollte alles fertig sein. Doch stattdessen verfällt das Ensemble am Schafgraben weiter.
Die Rückübertragung ist bisher nicht zustande gekommen. Es gibt noch nicht mal einen Termin dafür. Denn in Grundstücksangelegenheiten haben die Stadtverordneten das letzte Wort. Sie müssen dem Deal zustimmen. Doch das Thema steht noch nicht mal auf der Tagesordnung für die nächste Sitzung Ende Januar. Ob es noch dazu kommt, ist derzeit unklar.

Immerhin- so geht das seit 2015. Auch war von dem angeblichen Großinvestor nie etwas zu sehen.
Erste Anläufe zur Rückgabe des Grundstücks gab es schon 1998 im Jahr der letzten Ausstellung zum Landeskunstpreis im Speicher: Die Stadt verlangte 3,25 Millionen Euro von den Voreigentümern. Diskutiert wurde unter anderem, dieses Geld für die Errichtung einer Kunsthalle in der Schiffbauergasse zu nutzen. Doch die Voreigentümer lehnten ab und boten der Stadt statt dessen die Übernahme des Grundstücks für einen symbolischen Euro in Erbpacht an. Das Geschäft kam nicht zustande.

Als Handicap im Umgang mit der Immobilie erwies sich für die Stadt eine zweifache Zweckbindung. Eine erste Auflage im Zusammenhang mit Fördermitteln aus dem Partnerland Nordrhein-Westfalen war bis 2002 bindend. Eine zweite Zweckbindung aber ging die Stadt im 1991 abgeschlossenen Kaufvertrag mit den Voreigentümern ein: Demnach konnten die Verkäufer die „Rückübertragung“ verlangen, wenn die Stadt die Immobilie „zu anderen Zwecken nutzen oder veräußern“ will.

 
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