Heute im NDR, Unterwelten von Hamburg
Am Uni-Klinikum Eppendorf (UKE) sind noch Krankenhausbunker aus dem WKII.
Um auch während der Bombenangriffe zumindest den nötigsten Betrieb aufrecht erhalten zu können, wurden in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf bereits in den Jahren 1941/1942 verschiedene Bunker und Schutzräume errichtet - am Ende des Krieges gab es sechsundzwanzig Luftschutzbauten auf dem Gelände, weitere waren begonnen bzw. geplant. Bei den meisten handelte es sich um sog. Röhrenschutzräume, die teils unter-, teils oberirdisch angelegt waren und reine Schutzfunktion erfüllten. Daneben gab es auch spezielle Bauten wie OP-Bunker und eine verbunkerte Notaufnahme (den sog. Rettungsbunker).
Viele dieser Bunker sind noch heute erhalten. Die unterirdischen Röhrenschutzräume werden teilweise als Lagerraum genutzt, teilweise liegen sie brach oder sind im Laufe der Jahrzehnte verfüllt oder beseitigt worden. Noch vorhanden ist der oberirdische, ummauerte Röhrenschutzraum des Jungschwesternheims, der heute als Archivraum genutzt wird. Der Rettungsbunker an der Martinistraße, der durch einen unterirdischen Gang mit einem der OP-Bunker verbunden ist, wurde entfestigt und dient heute als Lager- und Betriebsgebäude.