Bauten in HH

#1 von silverino , 07.10.2018 21:37

Hochbunker in Hamburg-Wandsbek ist zu Wohnhaus mit 30 Wohnungen umgebaut worden.

https://www.abendblatt.de/hamburg/wandsb...-Wohnungen.html

In NDR war heute das Ergebnis der Fertigstellung vorgestellt worden. Ich finde es super und die Einwohner dort auch.


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RE: Bauten in HH

#2 von Bastian ( gelöscht ) , 02.12.2020 15:50

Heute im NDR, Unterwelten von Hamburg

Am Uni-Klinikum Eppendorf (UKE) sind noch Krankenhausbunker aus dem WKII.
Um auch während der Bombenangriffe zumindest den nötigsten Betrieb aufrecht erhalten zu können, wurden in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf bereits in den Jahren 1941/1942 verschiedene Bunker und Schutzräume errichtet - am Ende des Krieges gab es sechsundzwanzig Luftschutzbauten auf dem Gelände, weitere waren begonnen bzw. geplant. Bei den meisten handelte es sich um sog. Röhrenschutzräume, die teils unter-, teils oberirdisch angelegt waren und reine Schutzfunktion erfüllten. Daneben gab es auch spezielle Bauten wie OP-Bunker und eine verbunkerte Notaufnahme (den sog. Rettungsbunker).
Viele dieser Bunker sind noch heute erhalten. Die unterirdischen Röhrenschutzräume werden teilweise als Lagerraum genutzt, teilweise liegen sie brach oder sind im Laufe der Jahrzehnte verfüllt oder beseitigt worden. Noch vorhanden ist der oberirdische, ummauerte Röhrenschutzraum des Jungschwesternheims, der heute als Archivraum genutzt wird. Der Rettungsbunker an der Martinistraße, der durch einen unterirdischen Gang mit einem der OP-Bunker verbunden ist, wurde entfestigt und dient heute als Lager- und Betriebsgebäude.


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Bastian
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RE: Bauten in HH

#3 von Bastian ( gelöscht ) , 02.12.2020 15:52

Der OP-Bunker neben der Neurochirurgie wurde 1994/1995 für rund 1,6 Millionen DM saniert (besonders bezüglich der Sicherheit und des Brandschutzes) und mit einer modernen Klimaanlage versehen. Heute dient er dem Institut für Biophysik für Lehr- und Forschungszwecke.
Der zweite, baugleiche OP-Bunker beherbergte auf sechs ober- und einem unterirdischen Stockwerk Operations- und Liegeräume, Behandlungs- und Untersuchungszimmer und verschiedene Labore. Dieser siebenstöckige OP-Bunker ist heute noch relativ original erhalten und dient hauptsächlich als Lager und Archiv. Die medizinischen Einbauten sind allerdings schon lange nicht mehr vorhanden.


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Bastian
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RE: Bauten in HH

#4 von Bastian ( gelöscht ) , 02.12.2020 15:52

Die OP- bzw. Entbindungsbunker beherbergten neben OP-Sälen und ggf. Kreißsaal auch Röntgeneinrichtungen, Sterilisationsgeräte, je zwei Bettenstationen für frischoperierte Patienten und weitere medizinische Geräte.Neben dem Treppenhaus gab es bereits einen elektrisch betriebenen Aufzug. Durch einen eigenen Brunnen mit Vorratsbehälter, ein Luftfiltersystem, eine Kohleheizung und ein 1.000kVA Dieselaggregat (MAN/Siemens) war der Bunker praktisch vollkommen autonom zu betreiben. Ungewöhnlich waren die eingebauten Kohleöfen, die wahrscheinlich hauptsächlich zur Heißwasserbereitung für den medizinischen Betrieb vorgesehen waren.Die Gänge waren teilweise mit grün nachleuchtender Farbe gestrichen, um auch bei komplettem Stromausfall noch eine Orientierung zu erlauben. Überraschenderweise funktioniert dieser Anstrich noch heute - nach rund sechzig Jahren. Ein weiteres, interessantes Detail ist die 1,4m starke Betondecke, die von unten zusätzlich mit einer etwa 20cm starken Eisenträger-Lage verstärkt ist. Zeitweise waren im Keller des Baus anscheinend auch offizielle Stellen (Kreis-Stab etc.) untergebracht.


Bastian
zuletzt bearbeitet 02.12.2020 15:55 | Top

   

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