Die Untertagedeponie wurde 1972 in abgebauten Bereichen des Kaliwerks Werra eingerichtet. Sie war die erste Deponie dieser Art in Deutschland. Heute ist die UTD Herfa-Neurode die größte untertägige Sondermülldeponie der Welt.
Die Deponie liegt im hessischen Herfa-Neurode und wird von der K+S Entsorgung GmbH, einem Tochterunternehmen der K+S AG (vormals Kali und Salz AG), betrieben.
Herfa-Neurode ist eine Klasse-IV-Deponie. Das heißt, dass die dort gelagerten Abfälle einem besonderen Überwachungsbedarf unterliegen. In der Deponie lagern etwa 2,7 Millionen Tonnen Giftmüll, davon 220.000 Tonnen quecksilberhaltige Abfälle, 127.000 Tonnen Cyanid-Abfälle, 690.000 Tonnen mit polychlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane verseuchter Abfall und 83.000 Tonnen arsenhaltige Abfälle. Das Verfüllen ausgedienter Strecken bezeichnet man als Bergversatz.
Ob der Giftmüll im Salzstock wirklich gut aufgehoben ist, mag zu bezweifeln sein.
Zu oft haben in solchen Sachverhalten Politik und Behörden das Volk belogen.
