WK I

#1 von Müritzer , 19.09.2017 16:08

Von Belgien aus führte Deutschland im Ersten Weltkrieg seinen berüchtigten U-Boot-Krieg. Etliche Schiffe der kaiserlichen Marine wurden dabei versenkt. Nun entdeckten Taucher eine kleine Sensation.

Nach rund einem Jahrhundert auf dem Grund der Nordsee ist vor der belgischen Küste ein deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt worden. Das Schiff sei weitgehend intakt und verschlossen, sodass die Überreste der für den Typ üblichen Besatzung von 23 Mann noch an Bord vermutet werden, sagte der Gouverneur von Westflandern, Carl Decaluwé, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Rätsel um das Schiff und die getöteten Soldaten soll geklärt werden. Gehoben wird es nach Angaben der deutschen Botschaft in Brüssel aber wahrscheinlich nicht.

Fund ist eine Sensation
Aus Sicht des Gouverneurs ist der Fund eine Sensation. "Das ist völlig einzigartig", sagte Decaluwé. Man habe zwar in den vergangenen Jahrzehnten bereits elf U-Boot-Wracks in belgischem Seegebiet aufgespürt, doch sei keines ähnlich gut erhalten. "Es ist nicht explodiert", sagte Decaluwé. Nur vorne sei das U-Boot beschädigt. Ein Taucher fand das Boot im Juni in 25 bis 30 Metern Tiefe in der Nähe von Ostende - wo genau, halten die Behörden geheim.

Die Flotte des deutschen Kaisers führte von Flandern aus ihren berüchtigten U-Boot-Krieg unter anderem gegen britische Handelsschiffe.
Um welches Boot es sich genau handelt, müssen Taucher untersuchen. Nach den Maßen - das Wrack ist 27 Meter lang und sechs Meter breit - ist sich Decaluwé aber schon ziemlich sicher, dass es sich um ein Exemplar der U-Boot-Klassse UB II handelt, die ab 1915 gebaut wurde. Davon waren nach seinen Informationen zwischen 1915 und 1918 insgesamt 18 Boote in der Flandern-Flotte im Einsatz. 13 wurden im Einsatz zerstört oder sanken.

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RE: WK I

#2 von Horschte , 24.09.2017 22:39

Bereits 2015 war ein U-Boot Gesprächsstoff.
Angebliches russ. U-Boot in schwedischen Gewässern entpuppt sich als ein 1916 gesunkenes U-Boot.
Wie schwedische Medien zu Beginn dieser Woche zunächst berichtet haben, ist in den Gewässern nahe Stockholm ein modernes russisches Mini-U-Boot entdeckt worden. Später stellte sich dann heraus, dass das U-Boot aus der Zeit des Ersten Weltkrieges stammt, schreibt die „Nowyje Iswestija“ am Freitag.

Zunächst wurden Fotos des U-Boots veröffentlicht. Die private Wracksuchorganisation Ocean X Team hatte das U-Boot in den schwedischen Hoheitsgewässern nördlich von Stockholm entdeckt. Wegen seines guten Zustands ging man zunächst davon aus, dass es sich um ein modernes U-Boot handeln muss. „Vielleicht ist es ein russisches Rettungs-U-Boot, das das U-Boot retten sollte, nach dem vor acht Monaten nahe Stockholm gejagt wurde“, so ein Experte der schwedischen Zeitung „Expressen“.
Doch später stellte sich heraus, dass das russische U-Boot aus der Zeit des Ersten Weltkriegs stammt. Unter Berufung auf die erhaltenen Koordinaten des Fundorts gaben Spezialisten der schwedischen Streitkräfte an, dass es sich um das russische U-Boot der Som-Klasse handeln muss, das am 10. Mai 1916 bei einem Zusammenstoß mit dem schwedischen Schiff „Ångermanland“ versank. Darauf weisen auch die Form des U-Boots und die kyrillischen Schriftzeichen auf dessen Außenhülle hin. Experten der Wracksuchfirma Marin mattteknik erklärten den offenbar guten Zustand des U-Boots damit, dass in einer Tiefe von mehr als 40 Metern bei starken Strömungen auch sehr alte Schiffe fast keinen Schlamm auf der Oberfläche haben.
Über die gelbe Farbe des U-Boots wird jedoch weiter gerätselt. Vielleicht hängt dies mit den Einsatzgebieten des U-Boots zusammen. Das U-Boot wurde 1901 in den USA im russischen Auftrag als Prototyp einer Serie hergestellt. Als einziges U-Boot aus dieser Serie wurde es während des russisch-japanischen Krieges 1905 eingesetzt. Ursprünglich sollte das U-Boot im Gelben Meer eingesetzt werden. Vielleicht wurde das „Som“-U-Boot auf diese Weise getarnt. Für seine Einsätze im Schwarzen Meer und später in der Ostsee soll es einfach nicht mehr nachgestrichen worden sein.

 
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#3 von Kemnitzer , 14.11.2017 17:52

Seltener U-Boot-Fund UB-29
in kleines Messingschild, weniger als zehn Zentimeter groß, könnte einigen deutschen Familien Gewissheit über den Tod ihrer Vorfahren im Ersten Weltkrieg bringen. "UB-29, vorn", steht darauf.
Anhand dieses Schildes haben Unterwasserarchäologen ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot identifiziert, das im Sommer an der belgischen Nordseeküste nahe Ostende gefunden wurde. "Das ist ein sehr seltener Fund, vor allem so nah an der Küste", sagte Rüdiger Lüdeking, der deutsche Botschafter in Belgien, am Dienstag in Brügge.
Die UB-29 galt seit dem 27. November 1916 als verschollen - seit fast genau 101 Jahren liegt das Wrack in 30 Metern Tiefe, inzwischen komplett eingewachsen und mit Sand vollgelaufen.
Alte Besatzungslisten aus dem Marine-Archiv in Cuxhaven dokumentieren, dass sich bei der letzten Fahrt der UB-29 damals 22 und nicht wie zunächst vermutet 23 Besatzungsmitglieder an Bord befanden, wie Carl Decaluwé, der Gouverneur von Westflandern, erklärte.
Aus welchen Teilen Deutschlands die Besatzung stammte, ist unklar. Nach der Identifikation des Bootes sollen nun aber auch die Identität der Opfer geklärt und deren Nachfahren informiert werden. "Ich hoffe, dass wir alle Familien finden werden", sagte Lüdeking.
Anhand der Maße - 36 Meter lang, vier Meter breit - wurde schnell klar, dass es sich um ein Modell der U-Boot-Klasse UB II handelte. Diese wurden hauptsächlich in der Nähe der Küsten eingesetzt.

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#4 von Lotse , 21.12.2017 11:53

U-Boot AE-1
Nach über 100 Jahren und zwölf erfolglosen Suchen hat ein Forschungsschiff ein verschollenes australisches U-Boot entdeckt.

Ein seit über 100 Jahren verschollenes australisches U-Boot ist vor der Küste Papua-Neuguineas gefunden worden.
"Das älteste Rätsel der australischen Marine ist gelöst", sagte Verteidigungsministerien Marise Payne am Donnerstag.

Das Wrack sei nur zwei Tage nach Beginn der Suche in 300 Metern Tiefe von dem niederländischen Forschungsschiff "Furgro Equato" in der Nähe der Duke-of-York-Inseln geortet worden. In der Vergangenheit habe es schon zwölf erfolglose Suchaktionen gegeben, hieß es.
Der Fundort bleibt geheim
Den Angaben zufolge war das U-Boot "AE1" einen Monat nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914-1918) mit 35 Besatzungsmitgliedern verschwunden. Es war Teil einer Mission zur Eroberung deutscher Kolonien in Papua-Neuguinea und im Südpazifik.

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