GSG-9
Die Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei erhält mindestens ein Drittel mehr Personal und einen zweiten Dienstort in Berlin. Das hat das Bundesinnenministerium bestätigt. „Eine schnellere Reaktionsfähigkeit der GSG 9 in der deutschen Hauptstadt“, das hat der Kommandeur der Anti-Terror-Spezialeinheit als Ziel benannt.
„Das Ziel ist klar“, hatte GSG 9-Kommandeur, Jerome Fuchs, im Inforadio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) verkündet: „Eine schnellere Reaktionsfähigkeit der GSG 9 in der deutschen Hauptstadt“. Das erzwinge eine Aufstockung des Personals um mindestens ein Drittel. Aber vor allem soll die Spezialeinheit der Bundespolizei dichter an die eigentlichen Entscheidungsträger heran. Und die sitzen nun einmal in Berlin. Bislang hat die Truppe ihr Hauptquartier in St. Augustin bei Bonn, wo drei so genannte Einsatzeinheiten stationiert sind.
Welches Aufgabengebiet die neue Einsatzeinheit hat, ist bislang genauso unbekannt wie der genaue Sitz. Oder es ist geheim, wie etwa die Personalstärke: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu konkreten Personalstärken in diesem Zusammenhang aus polizeitaktischen Gründen grundsätzlich nicht äußern“, so das Bundesinnenministerium dazu. Gesicherte Zahlen über das Personal der GSG 9 liegen bislang immer nur zu einzelnen Einsätzen vor. So wurden im Jahre 2008 im Rahmen der als „Operation Desert Fox“ bekannt gewordenen Befreiungsaktion für Touristen Ägypten insgesamt 150 Angehörige der GSG 9 in die ägyptische Wüste geflogen. Im Jahr 2014 waren insgesamt 145 Kämpfer der Spezialeinheit in fünf Auslandseinsätzen involviert.

