Nachdem das Tagungszentrum in Strausberg/Nord errichtet war, folgte in den 80gern Einrichtung des Objektes Torfhaus zwischen Strausberg und Hennickendorf in der verlängerten Hennickendorfer Chaussee für die BauPios. Dort sollte untergebracht werden ein Sonderbaustab mit einem Arbeitskommando des Regiments aus Bernau - Albertshofer Chaussee -.
wir hatten damals dieses objekt mit fernmelde zu versorgen. die hatten ja nischt. als erst einmal fvk10p vom kv am alten fez im hochbau zum stabsgebäude im torfhaus verlegt. die post konnte nicht, schaltete dann 2 postanschlüsse zum kommando und wir brachten dies weiter bis zum torfhaus. dazu kam dann noch eine fernschreibstandverbindung zum regiment nach bernau... mit aufstellung der fernschreibmaschine usw.
seltsam seltsam war uns das damals alles. geheimhaltung für baupios..
Das Chaos begann schon sehr seltsam. Über Ziviltelex kam ein Schaltauftrag vom PFA / Ortmann zur Schaltung von 2 Post-HA zum Objekt Torfhaus. Trotz herumfragen- kannte keiner- Objekt Torfhaus ? Bei uns war nichts heraus zu bekommen. Also Ortmann anrufen. Der war ganz erstaunt. War ihm doch gesagt worden, wir hätten ein eigenes Fernmeldekabel dorthin. OK- Ortmann wendet sich an den Besteller. Darauf folgte dann ein Ortstermin mit PFA und Baupio.... Ergebnis: Masten zur Strassenüberquerung der Hennickendorfer Chaussee setzen und dann war ja noch 1 km durch Wald zu verlegen. Erst wollte PFA nicht daran.... mit LFK ? Also LFK verlegt mit 2 Längen und die 2 HA für den Aufbaustab dort drauf. Keine 2 Tage und Peng... Störungsmeldung.... Kran fuhr auf Hennickendorfer Chaussee und LFK gerissen. 2 neue Teillängen LFK.... und Leitung mit Stoffwimpel gespickt. Gut 1 Woche .... wieder gerissen. So waren wir dann über 2 Monate am ewigen flicken. Bis dann Erdkabel im Befehl festgelegt wurde. Auftrag zur Verlegung NBA weil Post kein Kabel und keine Kapazitäten. NBA aber auch kein Kabel. Also im Luch etliche Längen Fvk10p aufgeladen und für 1,5km verlegt. In erster Lesung noch über die Masten.... aber auch FvK10p hält keinem T174 Kran stand. Dann: Erdverlegung durch Hennickendorfer Chaussee festgelegt. Die Durchörtungsgenehmigung musste PFA beibringen- wir machten dann die Arbeit.
Irgendwie hatte wohl ein hohes Tier einen nächtlichen Traum zur Verlegung der Baupios nach Torfhaus.... und setzte ohne Vorbereitung die Dinge in Gang. Wir waren dann etliche Wochen mit Murks beschäftigt.
Die Truppe dort waren keine Baupioniere in eigentlichem Sinn sondern Teile Ingenieurbauregiment 2 ( IBR-2) . Der Stammsitz IBR-2 war Bernau, Albrechtshofer Chaussee.
Ab Bau der sogenannten Generalshäuser in Strausberg verlegte die Truppe zum Torfhaus und residierte dort als Sonderbaustab,
Wir schalteten damals die Rufnummern 2497 und 2498 auf die MSN-70 im Objekz Torfhaus ( Kennzahl "8" ). Die Postanschlüsse kamen auch auf MSN-70 (Kennzahl "0" ). Irgendwann kam dann S1 ( 2 Leitungen als Postmietleitung von NZ-2 Strausberg) mit der Nummer 28001(-a/11). Dann auch auf MSN-70 (Kennzahl "9"). Mit S1-Fernsprech folgte auch S1-Fernschreib mit einer Postmietleitung von NZ-2 Strausberg als 239-334.
Tarnname: Gürtelschnalle Das Arbeitskommando selbst hatte einen Index vom IBR-2.
Das war schon eine seltsame Übung mit der Truppe dort- Zum Glück war das Postkabel Jahr später fertig und die Postmietleitungen konnten direkt geführt werden.
Ich hatte seinerzeit die Posthauptanschlüsse geschalten = Strausberg 422103 + 422125. Vom Teilamt Landhaussstrasse über OK-1 zu Kdo LSK/LV und dort weiter im Objektkabel zum Torfhaus auf die MSN-70 mit 2 Amtsumsetzer
Bei dieser Gelegenheit will ich auch die Basis der BauPios in Strausberg/Nord zeigen. Baracken, Kfz Halle.... Diese Liegenschaft kommt ebenfalls bei Historikern nicht vor. Offenbar Unbekannt oder in Vergessen geraten.
Diese Basis wurde eingerichtet zum Bau der Kaserne und Stellung der Fla-Raketen-Abteilung Prötzel/Biesow Anfang der 1960ger Jahre. So meine Kenntnis.
Die sogenannten Generalshäuser in 2. Reihe der Philip-Müller-Str. sind von den BauPio errichtet. Jeder NVA Offizier der in Strausberg General wurde, sollte Anspruch auf so ein Reihenhaus haben. Also ab Generalmajor. Damit sollten Generale dann standesgemäß wohnen und nicht mit im Mietshaus mit wohnen müssen. Dort wäre quasi eine 2. geschlossene Siedlung entstanden- wie Fontanestrasse.
Schien aber doch nicht so beliebt gewesen zu sein, denn ich kenne etliche Generale ( z.B. Steurich, Kaden, ) die wohnten damals wie heute in ihren Wohnblöcken in der Kastanienallee ..