Greifswalder Oie

#1 von Ostsee , 13.02.2026 18:53

Greifswalder Oie ist eine Insel zw. Rügen und Usedom an der Grenze Greifswalder Bodden- Ostsee.
Die 54ha große Insel gehört zur Gemeine Kröslin und diese Verwaltungstechnisch zum Amt Lubmin.
Belegt ist dort eine Vogelschutzstation.

 
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RE: Greifswalder Oie

#2 von Carl Punkt , 14.02.2026 01:01

auf der Insel Greifswalder Oie im Greifswalder Bodden war immer eine Technische Beobachtungskompanie der Marine stationiert.
Ab Mitte der 1970ger Jahre erfolgte durch LSK/LV mit großen Aufwand der Ausbau einer Stellung für eine Radarstation. Allgemein als Funktechnischer Punkt bezeichnet.
Analog der Radarverdichtung an der Westgrenze in den "Sommermonaten" erfolgte nachfolgend die Stationierung einer Funkmeßtruppe des FuTB-33 mit Technik P-15A auf der Greifswalder Oie. Dafür war dann der An-und Abtransport der Technik mit Schubpramen jedes Jahr ein heiden Akt.
Diese Radarstation hatte die Aufgabe der Verdichtung des Funkmeßfeldes im unteren Höhen- Bereich in Richtung Ostsee. In der Regel waren es tieffliegende Tornados in der Oderbucht die jedes Jahr aufzuklären waren. Angebliche Aufgaben für den Flugplatz Peenemünde, wie auch behauptet wird, muß ich bestreiten. Der Platz war wie immer auch ohne Insel abgedeckt.
Nein- dort war Jägerleitung für das JG-9 angesesagt . Keine automatisierte Jägerleitung. Nur herkömmlich.
Da es kein Kabel zur Insel gab, erfolgte die Fernmeldeversorgung nur mit Richtfunksystem RT-417 von Pudagla aus.
Ich glaube, Teile FuTK-331 aus Pudagla verlegten zur Insel.


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RE: Greifswalder Oie

#3 von Holzapfel , 14.02.2026 01:08

... kaum zu Glauben, keinerlei Kabel hin.
Die Stromversorgung dort soll auch mit großem Aufwand nur autark mit Dieselgeneratoren betrieben worden sein. Deren geschützte Garagen sind tw. noch vorhanden. In Kombinationsnutzung VM / LSK/LV.

 
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RE: Greifswalder Oie

#4 von Klaus-Peter , 14.02.2026 01:09

Doch- ein Fm-Kabel lag. Aber mit geringer Kapazität und auch mangelnder Qualität.
Auch ein Stromkabel zum Festland sollte vorhanden sein. Nur eben nicht für die auf der Insel verbrauchte Leistung.


 
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#5 von Wolfgang , 14.02.2026 01:11

Woher kommen denn diese Erkenntnisse ?...."" ....In Kombinationsnutzung VM / LSK/LV""

 
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#6 von Klarofix , 14.02.2026 01:12

von den Kollegen der VM, die den GTP einmal betrieben.

 
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RE: Greifswalder Oie

#7 von Georg , 14.02.2026 01:14

Wobei die Gemeinsamkeiten die Insel war.... Wir haben dort unser Süppchen alleine gekocht.
War 2x mit der FuMW dort zur Instandsetzung. Bei tollen Wellengang, der Schiffer ist extra für uns auf die offene See raus,
zur Insel. Die Bilder in der Kajüte schaukelten so schön......Das Ganze von Peenemünde mit einem Bojenkontrollboot.
Einmal, zu grauer Vorzeit, mit nem MI-4 hin und zurück. Ach ne, der ging kurz nach dem Start kaputt, mein Ulli war sehr blaß
geworden. Vorsichtig hoch und etwas zügiger runter.

Danach kam ein toller MI-8, Ausstattung vom Kdo, mit Teppich und so. Die Piloten waren fax und fittich,
nachdem wir das AMU - Getriebe in ihre Luxusschüssel bugsiert hatten.

Drauf war ne P-15 mit AMU-Mast und RL-30 zur Übertragung.
Und wie schon gesagt, Strom aus Aggis.

Ja und die anderen Bewohner waren jede Menge Hasen, die die ganze Insel durchlöchert haben und Ponys zum auswildern.


ja die Oie gehörte zur FuTK 331.....und wie gesagt, jeder machte seins....
Die Besatzung hatte ein kleines Gebäude in der Nähe des Nebelhorns in der Mitte der Oie und nördlich auf halben Weg zum Leuchtturm war die P-15 Stellung.
Die VM hatten ein 2 stöckiges Gebäude in der Nähe des Hafens.

 
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RE: Greifswalder Oie

#8 von Kalle , 14.02.2026 01:15

Die Technische Beobachtungskompanie-18 war von ca. 1957-1990 auf der 62 ha umfassenden Insel stationiert.


 
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RE: Greifswalder Oie

#9 von Opitz , 14.02.2026 01:16

Greifswalder Oie:

Das erste Zentrale Munitionslager der Marine war in Peenemünde ( Objekt 508/24 )-- später ML-1 der 1. Flottille.

Etwa um 1959 entstand auf der Oie ein (Muni) Nebenlager vom ML Peenemünde. Hier befand sich in den Räumen des ehemaligen Tierseuchenforschungsinstitutes die darin ausgelagerte Munition.
Bei aller Forscherei von HP bis NVAF hatte ich dazu bisher nichts gelesen. Schon seltsam. Denn mit Einbeziehung dieses Aspekts wäre sicher die eine oder andere historische Frage der Inselbebauung zu lösen

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RE: Greifswalder Oie

#10 von Stammgast , 14.02.2026 01:18

Eine Fernmeldeanbindung gab es auch. Muß ein Kabel der Deutschen Post vom Festland zu Oie gegeben haben. Sicher mit wenig Kapazität.

Denn von Pudagla zum FuTP 732 war als Mietleitung nur 1 Verbindung mit Namen "TPN-6 " und am Ende MWT 1/2 dran.
Damit konnten übertragen werden 1 Fernsprechverbindung und 2 Fernschreibverbindungen. Das war dann die WP Verbindung.
Die Fernsprechverbindung wurde die Führungsleitung (F) und die Fernschreibleitungen = 1x Übertragung der Radardaten und 1x Übertragung einer normalen Fernschreibstandverbindung auf Endmaschine.

Dann entfaltet eine Richtfunk RT-415 Pudagla-Oie mit 4 Kanälen und Namen " 53 D 140 ".
K1 - eine Ableserleitung zur mündlichen Übertragung der Koordinaten.
K2 - eine Reserve Führungsleitung
K3 - eine NFF auf Vermittlung
K4 - eine WT-Leitung für die MWT 1/2 als Richtfunkersatzweg.

Bekannt ist, dass schon diese Richtfunk mit den Reflexionen der Wasserfläche zu kämpfen hatte.

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#11 von Joachim , 14.02.2026 01:19

Jedes Jahr Aufbau und Abbau auch dieser Verbindungen. Was für eine Plackerei.

 
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RE: Greifswalder Oie

#12 von Lutger , 14.02.2026 01:21

militärischen Nutzung der Insel:

- ab 1957 Einrichtung einer Küstenbeobachtungsstation durch die 1. Flottille

- später Übernahme durch TBK der Grenzbrigade Küste (kein Datum genannt)

- 1965 Modernisierung der Anlagen

- Truppenstärke bei der GBK zunächst 30 Mann, später nur noch 20 Mann

- Mitte der 70er Jahre "Stationierung" der Luftstreitkräfte im Nordteil zur Luftraumbeobachtung und Radarkontrolle für den Flugplatz Peenemünde während des DHS

- Anfang der 60ger Jahre soll auch noch ein Hafenkommando der VM dort gewesen sein- und der Leuchtturmwärter-


 
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RE: Greifswalder Oie

#13 von Georg , 14.02.2026 01:25

Unterkunft der FuTTler und die Box, wo die P-15 stand. Auf der Freifläche davor war der AMU Mast aufgebaut.


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zuletzt bearbeitet 14.02.2026 | Top

RE: Greifswalder Oie

#14 von Funkmeister , 14.02.2026 01:36

FuTP 732 Greifswalder Oie


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