Bunker der Munitionsfabrik Kühnhausen
Vor Erfurt, tief unter einem bewaldeten Hügel, liegen die Bunker von Kühnhausen – ein im Geheimen angelegtes Munitionslager der Nazis. Zwangsarbeiter schufteten hier, um Granaten für das zerfallende Reich zu produzieren. Die Stollen sind noch vorhanden – kalt, feucht und spiegeln das Elend im Inneren wider. Einheimische sagen, der Wald fühle sich „falsch“ an, als ob sich die Erde erinnere. Drinnen: verrostete Schienen, verbogenen Balken, Graffiti von Nachkriegsforschern. Keine Gedenktafeln, keine Führungen – nur Betonnarben, verborgen von Moos.

