TKMS bestätigt U-Boot-Bau in Wismar für Singapur und Norwegen
Die TKMS-Werft ( ex M.-Thesen Werft ) in Wismar wird erstmals U-Boote für den Stadtstaat Singapur bauen. Es handelt sich dabei um hochmoderne, diesel-elektrische Boote, die ein längeres Unterwassermanövrieren erlauben. In Wismar müssen dafür noch Produktionsstrecken angepasst werden. Mehr als 1.000 neue Jobs könnten in der Hansestadt entstehen.
In Wismar investiert TKMS etwa 200 Millionen Euro in den Ausbau der Werft.
Die TKMS-Werft in Wismar wird erstmals U-Boote für den Stadtstaat Singapur bauen. Geschäftsführer Oliver Burkhard erklärte, dass es sich um zwei Boote der Klasse 218SG handelt, die zuvor in Kiel gefertigt wurden. Die 218SG‑Boote gelten als hochmoderne diesel‑elektrische U‑Boote mit luftunabhängiger Antriebstechnik (AIP), die längeres Unterwassermanövrieren erlauben. Sie sind etwa 70 Meter lang und haben eine Verdrängung von rund 2.000 Tonnen an der Oberfläche und etwa 2.200 Tonnen unter Wasser. Damit gehören sie zu den größten konventionellen U‑Booten, die TKMS baut.
Burkhard betonte: "218 ist ein Projekt, das wir bereits im Auftragsbestand haben - im letzten Jahr abgeschlossen. Der Kunde ist sehr happy, dass wir die in Wismar bauen können." Auch Norwegen hat zwei Unterwasserboote bestellt, die teilweise in Wismar gebaut werden sollen. Ob sie komplett oder nur teilweise am Standort entstehen, entscheidet das Unternehmen noch. TKMS sieht die Werft in Wismar inzwischen als gleichwertig zur Kieler Stamm-Werft.
Momentan wird in Wismar an der sogenannten Druckkörpertaktstraße gearbeitet - dem künftigen "Fließband" für die U-Boot-Produktion. Burkhard sprach von einem Umbau, der rund 200 Millionen Euro kostet. Offiziell soll die Werft bis 2027 oder 2028 voll hochgefahren sein. Der Bau der ersten U-Boote ist für den Herbst geplant, im kommenden Jahr soll zudem das Forschungsschiff "Polarstern" gefertigt werden.
(NDR)