Straßenwesen

#1 von B1000 , 13.02.2022 09:07

Das ist ein echter Hammer! Über die Rahmede-Talbrücke wird nie wieder ein Auto fahren.
Talbrücke muss wegen Totalschaden abgerissen werden / Neubau wird Jahre dauern

Siegen/Olpe. Die Nachricht, dass die Rahmede-Talbrücke nie wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist in der heimischen Region wie eine Bombe eingeschlagen. „Die Region ist zum Infarktpatienten geworden“, lautet ein markantes Zitat des Tages.
Immerhin summierten sich zu den 13.000 Lkw rund 55.000 Pkw auf der Strecke.
Das Ganze nehme Ausmaße wie bei der Leverkusener Brücke an. „Den Supergau haben wir jetzt.“ Dass die Rahmede-Talbrücke nicht mehr genutzt werden könne, habe massive Auswirkungen nicht nur auf die Pendler, sondern auf die gesamte Gesellschaft.

Die Fakten zur Talbrücke Rahmede: Das 75 Meter hohe und 453 Meter lange Bauwerk wurde 1968 fertiggestellt, es handelt sich um eine Stahlverbundkonstruktion. Beim Bau gingen die Planer von täglich 25.000 Fahrzeugen aus. 2010 wurden schon 64.000 Fahrzeuge täglich gezählt, darunter 13.000 Lkw. Auch die Tonnagen haben sich erhöht. 1960 durfte ein Lkw 32 Tonnen Gesamtgewicht haben, 1968 waren es schon 38 Tonnen, seit 2021 sind 40 Tonnen (11,5 Tonnen Achslast) erlaubt und gängig.
2011 und 2017 wurde die Talbrücke Rahmede jeweils einer sogenannten Brückenhauptprüfung unterzogen, beide Male mit der Note 3,0. Seit 2014 ist die Brücke nur eingeschränkt befahrbar. Das erlaubte Tempo wurde reduziert, ein Überholverbot für Lkw angeordnet, bestimmte Schwertransporte durften die Brücke seit dieser Zeit nicht mehr passieren.

Erste Pläne für einen Neubau sind offenbar 2016 bekannt geworden, 2019 sollte Baustart sein. Nach der Prüfung 2017 wurde der Baubeginn allerdings auf 2026 verschoben, zwei andere Autobahnbrücken auf der Sauerlandlinie (Kattenohl und Brunsbecke) sollen damals höher priorisiert worden sein.
Nach Auskunft von Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH, wurden neben den bereits entdeckten Schäden noch Risse an den Längsträgern gefunden. Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Ursprünglich hatte die Autobahn GmbH geplant, nach einer notdürftigen Verstärkung der Brücke den Verkehr nach rund drei Monaten zumindest für den Pkw-Verkehr wieder freigeben zu können.
Bei einer Kontrolle im Zuge der Neubauplanung für die Brücke zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord war der Schaden Anfang Dezember 2021 entdeckt worden. Dabei stellten die Experten Verformungen in einem Stahlträger fest. Der Verkehr wurde sofort gestoppt. Bei weiteren Untersuchungen fanden die Ingenieure weitere Schäden.

Bundesweit wird der Verkehr seit 2. Dezember bereits ab Frankfurt in Richtung Köln und Kassel umgeleitet. Spätestens am Abzweig A45/A4 bei Olpe-Süd (Gerlingen) werden Lastwagen nach Köln gelotst, über Leverkusen (latente Staugefahr) geht es weiter zum Westhofener Kreuz bei Dortmund.
Vollsperrung sorgt für chaotische Zustände
Die Vollsperrung bei Lüdenscheid hatte auf den Umleitungsstrecken für zum Teil chaotische Zustände gesorgt. Anwohner klagten über die große Belastung. Bundesweit wird der Verkehr seitdem bereits ab Frankfurt in Richtung Köln und Kassel umgeleitet. Auf der A1 (Köln-Bremen) greifen die Umleitungen ab dem Westhofener Kreuz bei Dortmund. Von Süden aus wird der Verkehr über die A4 in Richtung Köln geleitet.


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RE: Straßenwesen

#2 von Elektrofan , 11.11.2022 22:47

Irgendwie scheint keiner mehr zu denken...

LKr Coburg
Neue Brücke: Jetzt passt der Bus nicht mehr durch

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RE: Straßenwesen

#3 von Automatic , 06.03.2026 14:33

Tempolimit

Ab 1. Mai 2025 gilt ein Tempolimit auf mehreren Autobahnen in Süddeutschland
Für alte Fahrbahnbeläge, die für Auto- oder Motorradfahrer zur Gefahr werden können, gilt ab 1. Mai ein Tempolimit. Die angepasste Geschwindigkeitsbegrenzung gilt bis September auf folgenden Autobahnabschnitten:

A3: Autobahnkreuz Deggendorf bis Anschlussstelle Hengersberg
A92: Anschlussstelle Oberschleißheim bis Anschlussstelle Eching-Ost, Anschlussstelle Freising-Süd bis Anschlussstelle Freising-Ost und Anschlussstelle Landshut-West bis Anschlussstelle Dingolfing-Ost
A93: Dreieck Saalhaupt bis Anschlussstelle Elsendorf

Beschildertes Tempolimit von 120 km/h
Die Tempolimits auf den betreffenden Autobahnabschnitten sind laut ADAC beschildert. Hier gilt dann von Mai bis September:

Ein einheitliches Tempolimit von 120 km/h für alle Verkehrsteilnehmenden mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen.
Schwerere Fahrzeuge dürfen generell nur mit 80 km/h unterwegs sein.
Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer dürfen nur 80 km/h fahren, da sie durch Fahrbahnauswölbungen besonders gefährdet sind.


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