geheimnisvolle Orte in Deutschland

#1 von Joghurt , 28.09.2019 14:51

Rakotzbrücke: Bauwerk des Teufels (Gablenz, Sachsen)
Schon wenn man sich von Weitem der Rakotzbrücke nähert, erahnt man, warum ihr einst der Beiname „Teufelsbrücke“ gegeben wurde. Wer sonst hätte wohl ein Bauwerk errichten können, das durch die Spiegelung im See die Illusion eines perfekten Kreises erzeugt? Tatsächlich entspringt der kunstvolle Brückenbogen jedoch keiner mystischen Märchenlandschaft, sondern dem 200 Hektar großen Landschaftspark Kromplau in der Oberlausitz, in dem sich an vielen anderen Stellen ähnlich bizarre Gebilde finden. Ganze 19 Jahre dauerte der Bau der aus Basaltsteinen bestehenden Brücke. 1882 wird sie schließlich fertiggestellt. Wegen akuter Einsturzgefahr ist es heute aber streng verboten, sie zu betreten.

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#2 von Jimmy , 28.09.2019 14:55

Ruine Dietfurt: Die Kultstätte der Neutempler (Donautal, Baden-Württemberg)
Tief im Felsen unter der Ruine verbirgt sich eine Höhle aus prähistorischer Zeit, in der sich ab den 1920er-Jahren Männer zu geheimen Ritualen trafen. Die Sekte nannte sich Neutempler – ihr Oberhaupt, Adolf Josef Lanz, ein abtrünniger Mönch, mixte aus Mittelalter-Romantik, Antisemitismus und Rassismus einen radikalen Kult, der einer der Wegbereiter der Nazi-Ideologie wurde. Auch Adolf Hitler war Anhänger des Ordens.

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#3 von Käptn Chaos ( gelöscht ) , 28.09.2019 14:57

Gespensterwald: Geisterhafte Riesen (Nienhagen, Mecklenburg-Vorpommern)
Direkt an der Steilküste steht eine Ansammlung bis zu 170 Jahre alter Eichen, Buchen, Hainbuchen und Eschen. Die schlangenhaft verformten Riesen bieten gerade in der Dämmerung einen gespenstischen Anblick. Schuld daran ist der salzige Seewind, der die Bäume wie Skulpturen geformt hat. Und die Ostsee, die dem Wald Boden und Nährstoffe unter den Wurzeln entreißt. Jedes Jahr bricht der Hang um 25 Zentimeter weg, wodurch der Geisterwald Stück für Stück verschwindet.


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#4 von Lutz Thomas , 28.09.2019 15:00

Externsteine: Rätsel aus Stein (Horn-Bad Meinberg, Nordrhein-Westfalen)
Bis zu 40 Meter ragen die 13 Felsen in den dunklen Himmel des Teutoburger Waldes. Noch immer ist nicht geklärt, wer die Treppen, Gänge und Figuren einst in den Sandstein gemeißelt hat – und wozu. War es eine Art Opferaltar der Germanen, eine Gedenkstätte für das Grab Jesu Christi oder beobachtete man von den Felssäulen aus die Sterne, um die Zeitpunkte von Sonnenwenden und Mondphasen zu bestimmen? Das Verblüffende: Obwohl Generationen von Archäologen die Externsteine erforscht haben, gibt es bis heute kaum schlüssige Antworten. Fakt ist nach derzeitigem Wissensstand nur, dass das rätselhafte Kulturdenkmal im 11./12. Jahrhundert entstanden sein muss.

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#5 von Potsdamer , 28.09.2019 15:01

Beelitz-Heilstätten: Die Geisterklinik vor den Toren Berlins (Potsdam, Brandenburg)
Gespenstisch heult der Wind durch die leeren Korridore. Doch auch wenn die Krankenbetten und Behandlungsstühle noch da sind, ist der bei Berlin gelegene Komplex längst verlassen und verfallen. Der Anziehung tut das keinen Abbruch: Seit Jahren pilgern Schaulustige zu dem geschichtsträchtigen Gemäuer, das einst eines der größten und modernsten Krankenhäuser der Welt war. Es wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts infolge der Tuberkulose-Welle gegründet. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, wird die Anstalt jedoch zum Lazarett für verwundete Soldaten umfunktioniert. Mehr als 12.500 Männer werden hier bis Kriegsende versorgt – darunter auch der Gefreite Adolf Hitler. 1990 hält sich mit dem an Leberkrebs erkrankten Erich Honecker erneut ein Diktator in Beelitz auf, ehe er außer Landes geschafft wird. Wenig später ziehen auch die Russen ab. Die verlassene Klinik beginnt zu verfallen und macht nur noch durch mysteriöse Todesfälle, die sich auf dem Gelände ereignen, Schlagzeilen. Seitdem ist das Betreten des Geländes streng verboten. Wer sich die Ruinen dennoch anschauen möchte, kann das seit 2016 von oben tun: Ein Baumkronenpfad in 23 Metern Höhe führt über das Gelände.

 
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#6 von Jason , 28.09.2019 15:03

Dortmunder Tiefenstollen: Labyrinth unter der Stadt (Dortmund, Nordrhein-Westfalen)
In den 1930er-Jahren treiben die Nazis den Bau einer riesigen Anlage unter der City voran. Getarnt als U-Bahn-Tunnel, soll sie in Wahrheit bis zu 100.000 Menschen im Fall eines Bombenangriffs Schutz bieten. Mit ihren 4,8 Kilometer langen Gängen und den zahlreichen Nebentunneln ist die Anlage die wohl größte der Welt – das zieht Abenteurer an. Problem: In dem unbeleuchteten Labyrinth verläuft man sich leicht, dadurch kann der Bunker, der einst Leben retten sollte, schnell zur Todesfalle werden.

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#7 von Marx , 28.09.2019 15:05

Weinfelder Maar: Wo die Berge Augen haben (Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz)
Wie dunkle Augen starren die Eifelmaare aus der Landschaft. Diese rund 75 kleinen Seen sind Relikte aus der explosiven Vergangenheit der Vulkaneifel. Sie entstanden durch Wasserdampfexplosionen beim Zusammentreffen von Wasser und heißem Magma. Seit 45 Millionen Jahren brechen hier immer wieder Vulkane aus – zuletzt vor 10.000 Jahren. Auch heute gehört die Gegend zu den vulkanisch aktivsten in Europa. Ein Ausbruch ist jederzeit möglich.

 
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#8 von Helga , 28.09.2019 15:06

Ofnethöhlen: Rätselhafte Schädelnester (Nördlingen, Bayern)
Niemand weiß, was vor gut 10.000 Jahren in den Ofnethöhlen geschah, doch seit dem Fund der sogenannten Schädelnester ist klar: Es müssen grausame Rituale gewesen sein. Ob neben den zehn Frauen-, 19 Kinder- und vier Männerschädeln noch weitere Tote in den dunklen Gängen liegen, wird wohl nie geklärt werden, da der Großteil des riesigen Höhlensystems vor langer Zeit eingestürzt ist und alle Geheimnisse für immer begraben hat.

 
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#9 von Roboter ( gelöscht ) , 28.09.2019 15:08

Altrhein: Der Fluss der Nibelungen (Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz)
Exakt 144 Karren mit Gold soll der Verräter Hagen von Tronje im Rhein versenkt haben. Bis heute träumen Schatzsucher davon, diesen sagenumwobenen Nibelungenschatz zu finden – auch weil im 5. Jahrhundert tatsächlich plündernde Germanen mit ihrem Raubgut den Fluss entlang zogen. Bereits 1967 wurde in einem Altrheinarm ein Silberschatz gefunden, 2014 stieß ein Hobbyforscher in einem Wald bei Rülzheim in Rheinland-Pfalz auf Gold- und Silberstücke aus jener Zeit.

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#10 von Stier , 28.09.2019 15:11

Atta-Höhle: Königin der Tropfsteinhöhlen (Attendorn, Nordrhein-Westfalen)
Die „Königin der Tropfsteinhöhlen“ wird erst 1907 durch Zufall entdeckt. Bergarbeiter stoßen nach einer Sprengung auf einen Spalt in einer Felswand – und finden eine 400 Millionen Jahre alte Märchenwelt aus Stein. Bisher kann die Höhle, deren Klima aufgrund der keim- und staubfreien Luft heilende Wirkung hat, nur über einen 600-Meter-Rundweg erkundet werden. Der Rest des Labyrinths, das sich über 6.000 Meter erstreckt, ist nicht öffentlich zugänglich.

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#11 von Teddy , 28.09.2019 15:12

Halbinsel Wustrow: Verminte Idylle (Ostsee, Mecklenburg-Vorpommern)
Von oben sieht sie aus wie ein Naturparadies, doch Schilder warnen davor, die Halbinsel zu betreten. Der Grund: Hinter hohen Zäunen liegt eine verminte Geisterstadt. In den 1930er-Jahren lässt Hitler hier die größte Flakartillerieschule des Deutschen Reiches bauen. Nach dem Krieg wird Wustrow dann von der Roten Armee zum Spionagevorposten umfunktioniert, um feindlichen Funkverkehr abzuhören.

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#12 von Voß , 28.09.2019 17:03

Frau-Holle-Teich: Das Tor zur Hölle (Werra-Meißner-Kreis, Hessen)
Die meisten Menschen kennen Frau Holle als bettenschüttelnde alte Frau der Grimm-Märchen. Doch das wird ihr nicht gerecht. Als uralte Erdgottheit gehörte sie in der germanischen Mythologie zu den mächtigsten und unheilvollsten Wesen. Ihr Teich auf dem erloschenen Vulkan Meißner versprüht diese Aura bis heute. Kein Wunder: Der „Hollenteich“ – so der mittelalterliche Name – gilt als Tor zur Unterwelt, durch das Frau Holle die Toten führte.

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#13 von Goldberg , 28.09.2019 17:14

Boitiner Steintanz: Das deutsche Stonehenge (Tarnow, Mecklenburg-Vorpommern)
Das kaum bekannte „Stonehenge Deutschlands“ versteckt sich in dem uralten und abgeschiedenen Zerniner Forst in der Nähe der Stadt Bützow. Die vier Steinkreise sind unterschiedlich groß und wurden womöglich zeitgleich mit dem berühmten Stonehenge in England während der Jungsteinzeit errichtet (ca. 3.100 v. Chr.). Die bis zu zwei Meter hohen Menhire sind touristisch nicht erschlossen und nur zu Fuß und durch unwegsamen Wald erreichbar. Wer dieses Monument aus Stein erbaut hat und zu welchem Zweck, ist bislang nicht bekannt. Rätsel geben bis heute auch Urnen aus der Eisenzeit auf, die schon 1929 bei Ausgrabungen entdeckt wurden.


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#14 von LILO , 28.09.2019 17:16

Höhlensystem Blautopf: Das Geheimnis der Tropfstein-Kathedrale (Schwäbische Alb, Baden-Württemberg)
Es gibt wenige Orte auf dem Planeten, die zugleich so schön und so schaurig sind wie der Blautopf in Blaubeuren. Glaubt man den zahlreichen Legenden, die man sich bis heute erzählt, ist der Teich bodenlos und das dunkle Verließ einer unglücklichen Nixe. Und was man dabei am Grund des Sees entdeckt, scheint die düsteren Legenden über den verwunschenen Ort zu bestätigen: Dort führt ein Durchgang – so eng, dass sich ein Mensch gerade so hindurchzwängen kann – in einen düsteren Höhlenschacht. Wohin dieser Gang führt, weiß bis heute niemand. Auch entdecken Taucher bei ihren Tauchgängen nicht nur Menschenknochen und Tonscherben, von denen niemand erklären kann, wie sie in die Tiefe gelangt sind, sondern auch begehbare Felsendome – bis zu 50 Meter hoch, 200 Meter lang und gespickt mit metergroßen Tropfsteinen. Insgesamt haben sich die Forscher in fünf Jahrzehnten gerade einmal zehn Kilometer weit in die Höhle vorgekämpft. Die meisten Experten sind sich allerdings sicher: Das ist nur der Eingangsbereich der Blautopfhöhle – und niemand kann vorhersagen, worauf man in der Tiefe noch stoßen wird.

 
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#15 von BÄRLIN ( gelöscht ) , 28.09.2019 17:18

Pfaueninsel: Die Insel der Alchimisten (Berlin)
Gottlose Experimente, schwarze Magie, unheilige Hexerei: Im 17. Jahrhundert gilt die Pfaueninsel bei Potsdam als Hort des Bösen. Betreten strengstens verboten! Dunkle Rauchschwaden und stechende Gerüche wehen von dort zum Festlandufer der Havel. Auf der Insel hat sich der Alchemist Johannes Kunckel ein Labor eingerichtet, um mit Rubinglas zu experimentieren – sein Kurfürst ist von dem Material fasziniert. Doch diese Phase währt nur drei Jahre. Nach dem Tod seines Gönners 1688 fällt der Alchemist in Ungnade, sein Labor wird niedergebrannt und Kunckel muss fliehen. Die Pfaueninsel wird jedoch zur Schatzinsel, zu der die Berliner pilgern, um in den Laborruinen nach den roten Schein-Edelsteinen zu suchen.

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