DAS neue Leben der Sendestelle Marlow in der Bundeswehr
Die Marinefunksendestelle Marlow
Mit dem Endausbau der Marinefunksendestelle Marlow im Jahre 2003 wird die Deutsche Marine in die Lage versetzt, ihre Einheiten auch in entfernten Gebieten rund um den Erdball operativ besser führen zu können.
Marlow wurde bereits zu DDR-Zeiten als Führungsmittel von Einheiten der NVA-Volksmarine genutzt. 1994 erhielt die Firma Daimler-Benz Aerospace den Auftrag, diese Sendestelle für die Marine in einer Geländegröße von 80 ha für den Weitverkehr im Kurzwellenbereich auszubauen.
Insgesamt 12 Antennen können hier errichtet werden, welche sich gegenseitig nicht beeinflussen und deren zulässige Emissionen zu keiner Gefährdung von
Menschen und Material außerhalb der Liegenschaftsgrenzen führen. Zur Verwirklichung dieser Weitbereichskomponente wurde ein Drehstand mit einer Höhe von 91,5 m und einer Breite von 80m errichtet, auf dem sich 2 Antennen für die Frequenzbereiche von ca. 6 MHz bis über 26 MHz befinden. Ihre Leistung bezieht die drehbare Antennenanlage aus einem 20-KW-Sender.
Die 300 Tonnen wiegende Anlage ist weltweit einmalig – nur die Sendestelle des Vatikans ist qualitativ annähernd vergleichbar – und kann in ihren wesentlichen Funktionen vom Marinehauptquartier Glücksburg aus ferngesteuert werden.
Quelle: Deutsche Marine 2001
PS: Nun dann ja auch vom neuen Marine HQ in Rostock.